Posts tagged Kino

Planet der Affen: Survival

Gelegentlich darf es auch ein Blockbuster sein – im Popcornkino vor Ort. Überhaupt gilt es dieses mit einem gelegentlichen Besuch zu unterstützen – denn ab und an erstaunt ich mich schon, dass Pirna noch ein eigenes Kino aufzuweisen hat. Das bleibt hoffentlich auch noch lange so. Kurzum: Mit Planet der Affen – Survival stand das dritte Kapitel der bis dato zu Recht gelobten Blockbuster-Reihe auf…

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Die andere Seite der Hoffnung

Die andere Seite der Hoffnung ist der aktuelle Spielfilm von Aki Kaurismäki. Er basiert auf dem Originaldrehbuch des Regisseurs und besteht aus zwei Geschichten, die sich irgendwann miteinander verbinden.

Zum Einen ist dies die Geschichte vom Neubeginn eines älteren finnischen Handelsvertreters und späteren Restaurantbesitzers, zum Anderen die eines jungen syrischen Flüchtlings. Beide treffen in unseren Tagen in Helsinki aufeinander und bilden eine der für Aki Kaurismäki typischen Schicksalsgemeinschaften, welche zeigt, dass die Welt tatsächlich besser sein könnte und sollte.

Der Film entspricht der gewohnten Kaurismäki-Filmsprache. Ich halte den Mann ja ohnehin für einen der begnadetsten Regisseure der Filmgeschichte (arte widmete ihm erst kürzlich – anlässlich des 60. Geburtstags – eine kurze Filmreihe!) und mag seine düster-melancholischen, immer sehr optimistischen und warmherzigen Komödien, sehr. Auch in Die andere Seite der Hoffnung sind die Bilder zeitlos und wunderschön arrangiert, geprägt von Nostalgie und Melancholie mit Anklang an die 50er Jahre. Es gibt einen alten Cadillac und jede Menge finnischen Rock’n’Roll, dazu eine Handvoll sagenhaft skurriler Charaktere. Der Ausgang des Films bleibt allerdings offen …


Pressefoto Copyright: ©Sputnik Oy / Fotograf Malla Hukkanen

Der Hunderteinjährige

Vor zwei Tagen schon im Kino: “Der Hunderteinjährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand” – ein Film in der Regie der Brüder Felix und Måns Herngren. “Der Hunderteinjährige …” ist die Fortsetzung der schwedischen Kriminalkomödie (1. Teil “Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand”) und erzählt ein weiteres Kapitel aus dem verrückten Leben des Rentners Allan Karlson mit seiner Vorliebe für Bomben,…

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Kundschafter des Friedens

Zwei Bier im Einkaufsnetz, eine Currywurst bei Konnopke – der Alltag des einst legendären Top-Spions der DDR-Auslandsaufklärung, Jochen Falk (Henry Hübchen), ist fad und eintönig geworden. Doch unerwartet bittet ausgerechnet der BND ihn um Hilfe. Grund dafür ist die Entführung des designierten Präsidenten Katschekistans (eine fiktive ehemalige Sowjetrepublik, deren baldige Wiedervereinigung die Bundesregierung anstrebt) sowie des BND-Agenten Frank Kern (Jürgen Prochnow). Alte Kontakte in den…

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Die Blumen von gestern

Totila Blumen (Lars Eidinger) ist Holocaust-Forscher und versteht als solcher keinerlei Spaß. Schon gar nicht dann, wenn es etwa darum geht, aus einem von ihm jahrelang vorbereiteten Auschwitz-Kongress ein werbefinanziertes Medien-Event zu machen. Das hieße nichts anderes, als das Erbe des gerade erst verstorbenen und von Totila hoch verehrten Professors Norkus (Rolf Hoppe) mit Füßen zu treten. Als ihm dann auch noch die Leitung des…

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Egon Schiele – Tod und Mädchen

Egon Schiele war ein österreichischer Maler des Expressionismus und zählt neben Gustav Klimt und Oskar Kokoschka zu den bedeutendsten Künstlern der Wiener Moderne. Er war einer der provokantesten Künstler in Wien, löst diverse Skandale aus und wurde wegen der angeblichen Schändung einer Dreizehnjährigen vor Gericht gestellt. Egon Schieles Werk ist geprägt von Erotik und Vergänglichkeit. Heute sind Museen und Sammler der ganzen Welt an seinem Werk interessiert, die Bilder erzielen Millionengewinne auf den Auktionen. Der Film des österreichischen Film- und Theaterregisseurs Dieter Berner beruht auf dem biografischen Roman “Tod und Mädchen: Egon Schiele und die Frauen” von Hilde Berger, die gemeinsam mit ihrem Mann auch das Drehbuch entwickelte.

Erzählt wird die Beziehung zwischen dem Maler Egon Schiele und den fünf für ihn wichtigen Frauen, als da wären seine Geliebte Wally Neuzil, die jüngere Schwester Gerti, die Varieté-Tänzerin Moa Nahuimir sowie seine Ehefrau Edith Harms und seine Schwägerin Adele. Von diesen war Wally wahrscheinlich die einzige große Liebe, verewigt in dem Gemälde „Tod und Mädchen“ (1914).

Im kurz gefassten Fazit halte ich den Film (110 Minuten) für überaus gelungen. Die packende Story aus Erotik, Liebe, Drama und Eifersucht in Summe mit der perfekten Besetzung (Noah Saavedra als Egon Schiele und Valerie Pachner als Wally Neuzil) garantieren ein kurzweiliges und klug arrangiertes Filmvergnügen, das ihr gesehen haben solltet.

Egon Schiele – Tod und Mädchen (Filmwebsite)


Pressefoto © Alamode Film