Neun Jahre Schnurren und Fauchen

Die Katze Motte hat Geburtstag, sie ist jetzt neun Jahre alt. Das muss hier gesagt werden – weil ein Weblog ohne Katzenbilder und regelmäßigen Cat-Content nicht funktioniert.

Katze Motte, neun Jahre jung

Es geht ihr gut, sie fühlt sich pudelwohl und legt bereits wieder zu – was jetzt den Leibesumfang meint. Ein sicheres Anzeichen dafür, dass der Sommer zu Ende geht. Denn das war bei der Katz schon immer so: im Sommer schlank und rank und sportlich, im Winter dann der kuschelige, runde Pelz auf dem Sofa.

Katze Motte, neun Jahre jung

Und auch wenn es so scheint, als interessiere sie sich einen Shice dafür, was uns so umtreibt: Wir gratulieren von Herzen.

Pirna: Brunnen-Erinnerungskultur und mehr

Nur ein paar kurze Anmerkungen – was jetzt Pirna und die letzten Wochen meint. Also das, was fertig ist und das, was begonnen wurde. Und was mich interessiert – denn natürlich ist alles, was hier berichtet wird, als streng subjektiv zu betrachten. Einiges wurde hier ja auch schon erwähnt.

Zuerst soll die Fertigstellung des historischen Treppenaufgangs zum Schloss Sonnenstein erwähnt sein. Schon Ende Juni wurde der Abschnitt des nördlichen Schlossberghanges übergeben: Stützmauern, Treppenstufen und die alte Stadtmauer wurden restauriert bzw. neu gesetzt. Es gibt somit einen weiteren, ansehnlichen Aufgang aus der Altstadt zum Sonnenstein, der sich in das Ensemble von Terrassengärten und Aussichtspunkten am Schlossberg gut einfügt. Dazu muss auch der nun wieder gefüllte Brunnentrog in der Holdergasse, am Fuße eben dieser Treppe, erwähnt werden, dessen Wasserleitung im Zuge der Arbeiten gleich mit erneuert wurde.

Bereits seit Mitte Juli sprudelt auch das neue Fontänenfeld am Friedenspark. Es ist Teil der Neugestaltung des bis dato arg vernachlässigten Parks in der Innenstadt und findet eine meines Erachtens deutlich sichtbare Akzeptanz. Die bunte LED-Beleuchtung der Wasserspiele ist natürlich Geschmackssache, verstärkt aber die Anziehungskraft auf die spielenden Kinder enorm. Und das ist dann wieder gut so.

Nicht allzuweit entfernt findet sich nun die riesige Grube, die für den Baubeginn am künftigen Scheunenhofcenter steht. Dieses wird nun mit reichlich Verzug und in einer abgespeckten Variante errichtet. Ich sehe das Ganze durchaus skeptisch, gerade mit dem Blick auf den ohnehin schon hohen Leerstand in den Altstadt-Gassen – die Einzelhändler sind wahrlich nicht zu beneiden.

Nicht unerwähnt bleiben soll auch der symbolische Spatenstich an der Südumfahrung. Die Bauarbeiten haben inzwischen längst begonnen, zuerst wird wohl die Brücke über das Seidewitztal errichtet.


Historischer Brunnen Dohnaische Straße

Zuletzt soll noch ein weiterer Brunnen erwähnt sein, dem nun späte Ehre zuteil wird. Bauarbeiter haben im vergangenen Sommer – bei der Sanierung der Dohnaischen Straße – einen intakten historischen Brunnen aus dem 13. Jahrhundert entdeckt. Das Rathaus war von dieser Entdeckung wohl arg überrascht und ein wenig überfordert. Es ließ den Brunnen schnell mit einer zähflüssigen Masse verfüllen – wohl um den Bauablauf nicht weiter zu stören. Die Verwaltung hatte jedoch nicht mit dem Unmut und Zorn der Pirnaer gerechnet, die den wiederentdeckten Brunnen nun sichtbar erhalten haben wollten. Als Kompromiss wird jetzt die Lage des Brunnens in der Straßenoberfläche sichtbar gemacht. Ein Ring aus Sandsteinen, ausgefüllt mit schwarzen Granitsteinen, wird in der ursprünglichen Größe des Brunnenlochs verlegt. Später soll eine Tafel Auskunft über den alten Wasserspeicher geben. Ich denke, das kann man so machen.

So Kinners, jetzt wissta Bescheid! Schauen wir mal, wie es hier weitergeht.

David Siglin

Elberadweg ab 21. August gesperrt

Dies ist leider keine gute Nachricht für Pendler, die zwischen Dresden und Pirna mit dem Rad verkehren: Der Elberadweg wird ab 21. August im Bereich der Gottleuba-Mündung gesperrt sein. Die Maßnahme, sprich Abriss und Neubau der Gottleubabrücke, wurde bereits vor einem halben Jahr angekündigt und wird nun bittere Realität – immerhin soll sie bis zum Sommer 2018 andauern.

Zum Hintergrund: Die Gottleubabrücke wurde durch die Fluten des Jahrhunderthochwassers im Jahr 2013 so stark geschädigt, dass keine Sanierung mehr möglich ist. Die Kosten für Abriss und Neubau betragen 825.000 Euro und werden vom Freistaat Sachsen sowie der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen der Beseitigung der Hochwasserschäden aus 2013 gefördert.

Die Umleitung elbaufwärts: ab Beachbar in Heidenau mit der Fähre nach Altbirkwitz übersetzen und dann weiter Richtung Pirna entlang der Pratzschwitzer Straße. Über die Stadtbrücke zur Brückenstraße (in Richtung Bahnhof) und dann via Klosterstraße und R.-Luxemburgstraße wieder auf den Elberadweg fahren.

Die Umleitung elbabwärts: ab Elbeparkplatz Pirna via Brückenstraße auf die Stadtbrücke, dann die Pratzschwitzer Straße Richtung Fähre Altbirkwitz nehmen und mittels dieser zum Heidenauer Elbradweg übersetzen. (alles via)

Zu beachten sind dabei natürlich die Fahrzeiten der Fähre: Montag–Freitag von 04.30 Uhr – 22.50 Uhr und am Wochenende von 07.00 Uhr – 22.50 Uhr. Die einfache Überfahrt mit dem Rad kostet 2 Euro, die Hin- und Rückfahrt 3,50 Euro.

Max Bender

Shangri La – Tag der Kunst

Shangri-La, der sagenumwobene, fiktive Ort im Himalaya. Er steht als Motto über dem diesjährigen Tag der Kunst in Pirna. Ein breites Spektrum an Interpretationen ist damit gegeben, der Vielfalt keine Grenze gesetzt. Die Stadt ist also voller Kunst, mit Straßengalerie und vielen Darbietungen. Malerei, Grafik, Druck, Fotografie, Theater, Musik und Spiel – ein bunter Mix von Stilen und das alles in der Altstadt.

Die Schnappschüsse seht ihr anbei.

Shangri La - Tag der Kunst in Pirna

Shangri La - Tag der Kunst in Pirna

Shangri La - Tag der Kunst in Pirna

Shangri La - Tag der Kunst in Pirna

Shangri La - Tag der Kunst in Pirna

Shangri La - Tag der Kunst in Pirna

Shangri La - Tag der Kunst in Pirna

Shangri La - Tag der Kunst in Pirna

Shangri La - Tag der Kunst in Pirna

Shangri La - Tag der Kunst in Pirna

Wir haben nicht alles angesehen, uns nur einige Perlen herausgepickt. Der Schwerpunkt lag natürlich bei der Fotografie, hier seien Mario Kegel (Lost places) und Bernd Grams (Porträts, Reisefotografie, Indien) erwähnt. Nebenher durch die Gassen bummeln, lockeren Schrittes, Freunde treffen, der Bohnenkaffee im Lieblings-Café, ein Schwatz hier und ein interessantes Gespräch dort, zum Schluss dann ein Bierchen und viel Wind am Markt.

Entspannte Samstage können wir gut.

(siehe auch k – wie kunst — edition 2017)

Die Turmgut-Scheune wird abgerissen

Wenn wir einmal vor Ort und beim aktuellen Baugeschehen sind … Auch die Tage der Turmgut-Scheune in Pirna-Copitz sind nun gezählt. Auf seiner letzten Sitzung gab der Pirnaer Stadtrat 137 000 Euro für den Abbruch der alten Scheune mit dem markanten Türmchen auf dem Dach frei.

Der Eigentümer, in diesem Fall die Städtische Wohnungsgesellschaft Pirna (WGP, ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Stadt), möchte das Gebäude an der Dammstraße zurückbauen, um Stellplätze für die künftigen Mieter eines naheliegenden, unter Denkmalschutz stehenden und in Bälde sanierten Mietshauses zu schaffen. Die Bemühungen, die leider nicht auf ebendieser Liste des Denkmalschutzes stehenden Scheune vor dem Abriss zu bewahren, sind allesamt gescheitert. Alleine könne die WGP eine Sanierung des maroden Baus nicht stemmen, und seitens privater Investoren lagen und lägen keinerlei Interessen oder Pläne vor.

Bedauerlich ist der nun kommende Abriss der ohne Zweifel “das Ortsbild prägenden” Turmgut-Scheune allemal, ist sie doch das letzte bauliche Zeugnis „des ehemaligen Turmgutes in Copitz, ganz nahe des ebenfalls turmgeschmückten Copitzer Rathauses, das ein wenig jünger ist“ – wie es im Anschreiben des Kuratoriums Altstadt Pirna e.V. an die Stadtspitze heißt. Der Verein setzte sich vehement für den Erhalt der alten Bausubstanz ein und kritisiert zu Recht die Entscheidung zugunsten der – mit Blick auf die zugesagten 137 000 Euro – “kostspieligsten PKW-Stellplätze von Pirna bzw. Copitz”.

Ich stimme dem zu und habe für diese neuerliche, wiederum zu Gunsten profaner Notwendigkeiten* gefallene Entscheidung, kein Verständnis. (alles via)

* mit Bezug auf den Abriss des historischen (und einst von Canaletto gemalten) Vorstadthauses Breite Straße 10, welches anno 2014 der breiteren Zufahrt zu einem neuen Discounter weichen musste.

Der Tanne geht es an den Kragen

Mit spielerischer Leichtigkeit verrichtet der gelbe Bagger sein Werk, drückt die Wände ein und schaufelt Schuttberge mannshoch. Die Arbeiter gehen behutsam zu Werke, um das denkmalgeschützte Kopfgebäude des Baukomplexes nicht in Mitleidenschaft zu ziehen …

In dieser Woche ist damit begonnen worden, Teile des ehemaligen Pirnaer Kulturhauses “Tanne” an der Bergstraße abzureißen.

Blick in das ehemalige Bühnenhaus der “Tannensäle”

Inzwischen sind das rückwärtige Gebäude und das Bühnenhaus – bis auf die straßenseitige Fassade – weitgehend Vergangenheit. Hier soll ein Neubau entstehen, in den der Eigentümer Sven Hildebrandt einziehen will. Der freiberufliche Bausachverständige aus Pirna hatte im Frühjahr 2016 das geschichtsträchtige Haus von der Stadt mit dem Ziel erworben, das Objekt zu einem Wohnhaus umbauen (Kaufpreis: 30 000 Euro). Dabei soll die Fassade des Gebäudeensembles zur Bergstraße und zum Tischerplatz hin, ebenso wie der einstige Saal, erhalten bleiben. Sven Hildebrandt war dazumal der einzige Interessent mit Kaufangebot und Nutzungskonzept, als die Stadt die vom Abriss bedrohten “Tannensäle” zum Verkauf anbot.

Mit dem Baugeschehen beginnt nun ein neues Kapitel in der bewegten Geschichte der “Tanne”. Dem Vernehmen nach soll das Gebäude im Sommer 2018 bezugsfertig sein. Der Bereich der ehemaligen Gaststätte im Erdgeschoss wird zwei Gewerbeeinheiten aufnehmen, darüber werden vier Wohnungen von 90 bis 160 Quadratmetern Größe ausgebaut. (alles via SäZ)

Ein Citybus für die Pirnaer Altstadt

Am 3. Juli 2017 startet in der Stadt Pirna die zweijährige Citybus-Testphase. Das gemeinsam mit der Oberelbischen Verkehrsgesellschaft Pirna-Sebnitz (OVPS) erarbeitete Projekt soll die Erschließung der Pirnaer Altstadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln – in Form einer Citybuslinie – ordentlich voranbringen.

Der neue Citybus (ein Mercedes Sprinter) wird dann im 30-Minuten-Takt zwischen dem Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) und der Innenstadt pendeln. Die Linienführung sieht dabei Haltestellen am ZOB, der Fähre/dem Elbeparkplatz, der Langen Straße, dem Markt, der Oberen Burgstraße, der Nicolaistraße, der Breiten Straße und der Gartenstraße (2x) vor.

Das Ticket kostet 1,50 € (ermäßigt 1 Euro) und darf den ganzen Tag ohne Zeitbegrenzung genutzt werden. Wer ein Ticket für die Zone Pirna hat (Zeitfahrschein, Monats- oder Schülerticket), kann den Citybus natürlich ohne weitere Kosten nutzen. Der Fahrplan gibt einen Bedienungszeitraum zwischen Montag und Freitag von 8:30 bis 18:30 Uhr und am Sonnabend von 8:30 bis 14:30 Uhr vor – was im Wesentlichen den Arbeits- und Öffnungszeiten im Bereich der Altstadt entspricht.

Nach Auswertung der zweijährigen Testphase soll dann über die dauerhafte Etablierung der Citybuslinie ab Sommer 2019 entschieden werden. Ich begrüße ja grundsätzlich den weiteren Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs, hege allerdings an dieser Stelle meine Zweifel, was das Nutzerpotenzial betrifft und letztlich die Auslastung meint.

Aber gut, wir werden sehen und ich hoffe das Beste. (alles via)