Aus Liebe zur Wurst

FREIWURST FÜR ALLE! Hieß es zur Eröffnung. Die war irgendwann Ende Oktober. Begleitet von viel Tamtam in der Lokalpresse. Nun ja. Solch ein Gewimmel geht grundsätzlich gar nicht. Die Gelegenheit drei Wochen später. Der Alltag. Ein Mittwoch im grauen November. Der mensch ist neugierig. War hungrig und hatte Appetit. Schweinerne Wurst! Und schnell soll es auch gehen.

Freies WLAN auf dem Pirnaer Markt

Immer mehr Städte und Kommunen entdecken die Werbewirksamkeit von kostenlosen WLAN-Hotspots. Inzwischen sind die Einwahlpunkte als probates Mittel etabliert, um öffentlichen Plätze in den Kommunen zu bewerben und beleben. Mit Blick auf begrenzte Volumentarife und das hierzulande oft schwächelnde Mobilfunknetz an sich sind sie eine willkommene Alternative – so man denn um ihre Existenz weiß.

Neun Jahre Schnurren und Fauchen

Die Katze Motte hat Geburtstag, sie ist jetzt neun Jahre alt. Das muss hier gesagt werden – weil ein Weblog ohne Katzenbilder und regelmäßigen Cat-Content nicht funktioniert.

Katze Motte, neun Jahre jung

Es geht ihr gut, sie fühlt sich pudelwohl und legt bereits wieder zu – was jetzt den Leibesumfang meint. Ein sicheres Anzeichen dafür, dass der Sommer zu Ende geht. Denn das war bei der Katz schon immer so: im Sommer schlank und rank und sportlich, im Winter dann der kuschelige, runde Pelz auf dem Sofa.

Katze Motte, neun Jahre jung

Und auch wenn es so scheint, als interessiere sie sich einen Shice dafür, was uns so umtreibt: Wir gratulieren von Herzen.

Pirna: Brunnen-Erinnerungskultur und mehr

Nur ein paar kurze Anmerkungen – was jetzt Pirna und die letzten Wochen meint. Also das, was fertig ist und das, was begonnen wurde. Und was mich interessiert – denn natürlich ist alles, was hier berichtet wird, als streng subjektiv zu betrachten. Einiges wurde hier ja auch schon erwähnt.

Zuerst soll die Fertigstellung des historischen Treppenaufgangs zum Schloss Sonnenstein erwähnt sein. Schon Ende Juni wurde der Abschnitt des nördlichen Schlossberghanges übergeben: Stützmauern, Treppenstufen und die alte Stadtmauer wurden restauriert bzw. neu gesetzt. Es gibt somit einen weiteren, ansehnlichen Aufgang aus der Altstadt zum Sonnenstein, der sich in das Ensemble von Terrassengärten und Aussichtspunkten am Schlossberg gut einfügt. Dazu muss auch der nun wieder gefüllte Brunnentrog in der Holdergasse, am Fuße eben dieser Treppe, erwähnt werden, dessen Wasserleitung im Zuge der Arbeiten gleich mit erneuert wurde.

Bereits seit Mitte Juli sprudelt auch das neue Fontänenfeld am Friedenspark. Es ist Teil der Neugestaltung des bis dato arg vernachlässigten Parks in der Innenstadt und findet eine meines Erachtens deutlich sichtbare Akzeptanz. Die bunte LED-Beleuchtung der Wasserspiele ist natürlich Geschmackssache, verstärkt aber die Anziehungskraft auf die spielenden Kinder enorm. Und das ist dann wieder gut so.

Nicht allzuweit entfernt findet sich nun die riesige Grube, die für den Baubeginn am künftigen Scheunenhofcenter steht. Dieses wird nun mit reichlich Verzug und in einer abgespeckten Variante errichtet. Ich sehe das Ganze durchaus skeptisch, gerade mit dem Blick auf den ohnehin schon hohen Leerstand in den Altstadt-Gassen – die Einzelhändler sind wahrlich nicht zu beneiden.

Nicht unerwähnt bleiben soll auch der symbolische Spatenstich an der Südumfahrung. Die Bauarbeiten haben inzwischen längst begonnen, zuerst wird wohl die Brücke über das Seidewitztal errichtet.


Historischer Brunnen Dohnaische Straße

Zuletzt soll noch ein weiterer Brunnen erwähnt sein, dem nun späte Ehre zuteil wird. Bauarbeiter haben im vergangenen Sommer – bei der Sanierung der Dohnaischen Straße – einen intakten historischen Brunnen aus dem 13. Jahrhundert entdeckt. Das Rathaus war von dieser Entdeckung wohl arg überrascht und ein wenig überfordert. Es ließ den Brunnen schnell mit einer zähflüssigen Masse verfüllen – wohl um den Bauablauf nicht weiter zu stören. Die Verwaltung hatte jedoch nicht mit dem Unmut und Zorn der Pirnaer gerechnet, die den wiederentdeckten Brunnen nun sichtbar erhalten haben wollten. Als Kompromiss wird jetzt die Lage des Brunnens in der Straßenoberfläche sichtbar gemacht. Ein Ring aus Sandsteinen, ausgefüllt mit schwarzen Granitsteinen, wird in der ursprünglichen Größe des Brunnenlochs verlegt. Später soll eine Tafel Auskunft über den alten Wasserspeicher geben. Ich denke, das kann man so machen.

So Kinners, jetzt wissta Bescheid! Schauen wir mal, wie es hier weitergeht.

David Siglin

Elberadweg ab 21. August gesperrt

Dies ist leider keine gute Nachricht für Pendler, die zwischen Dresden und Pirna mit dem Rad verkehren: Der Elberadweg wird ab 21. August im Bereich der Gottleuba-Mündung gesperrt sein. Die Maßnahme, sprich Abriss und Neubau der Gottleubabrücke, wurde bereits vor einem halben Jahr angekündigt und wird nun bittere Realität – immerhin soll sie bis zum Sommer 2018 andauern.

Zum Hintergrund: Die Gottleubabrücke wurde durch die Fluten des Jahrhunderthochwassers im Jahr 2013 so stark geschädigt, dass keine Sanierung mehr möglich ist. Die Kosten für Abriss und Neubau betragen 825.000 Euro und werden vom Freistaat Sachsen sowie der Bundesrepublik Deutschland im Rahmen der Beseitigung der Hochwasserschäden aus 2013 gefördert.

Die Umleitung elbaufwärts: ab Beachbar in Heidenau mit der Fähre nach Altbirkwitz übersetzen und dann weiter Richtung Pirna entlang der Pratzschwitzer Straße. Über die Stadtbrücke zur Brückenstraße (in Richtung Bahnhof) und dann via Klosterstraße und R.-Luxemburgstraße wieder auf den Elberadweg fahren.

Die Umleitung elbabwärts: ab Elbeparkplatz Pirna via Brückenstraße auf die Stadtbrücke, dann die Pratzschwitzer Straße Richtung Fähre Altbirkwitz nehmen und mittels dieser zum Heidenauer Elbradweg übersetzen. (alles via)

Zu beachten sind dabei natürlich die Fahrzeiten der Fähre: Montag–Freitag von 04.30 Uhr – 22.50 Uhr und am Wochenende von 07.00 Uhr – 22.50 Uhr. Die einfache Überfahrt mit dem Rad kostet 2 Euro, die Hin- und Rückfahrt 3,50 Euro.

Max Bender

Shangri La – Tag der Kunst

Shangri-La, der sagenumwobene, fiktive Ort im Himalaya. Er steht als Motto über dem diesjährigen Tag der Kunst in Pirna. Ein breites Spektrum an Interpretationen ist damit gegeben, der Vielfalt keine Grenze gesetzt. Die Stadt ist also voller Kunst, mit Straßengalerie und vielen Darbietungen. Malerei, Grafik, Druck, Fotografie, Theater, Musik und Spiel – ein bunter Mix von Stilen und das alles in der Altstadt.

Die Schnappschüsse seht ihr anbei.

Die Turmgut-Scheune wird abgerissen

Wenn wir einmal vor Ort und beim aktuellen Baugeschehen sind … Auch die Tage der Turmgut-Scheune in Pirna-Copitz sind nun gezählt. Auf seiner letzten Sitzung gab der Pirnaer Stadtrat 137 000 Euro für den Abbruch der alten Scheune mit dem markanten Türmchen auf dem Dach frei.

Der Eigentümer, in diesem Fall die Städtische Wohnungsgesellschaft Pirna (WGP, ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Stadt), möchte das Gebäude an der Dammstraße zurückbauen, um Stellplätze für die künftigen Mieter eines naheliegenden, unter Denkmalschutz stehenden und in Bälde sanierten Mietshauses zu schaffen. Die Bemühungen, die leider nicht auf ebendieser Liste des Denkmalschutzes stehenden Scheune vor dem Abriss zu bewahren, sind allesamt gescheitert. Alleine könne die WGP eine Sanierung des maroden Baus nicht stemmen, und seitens privater Investoren lagen und lägen keinerlei Interessen oder Pläne vor.

Bedauerlich ist der nun kommende Abriss der ohne Zweifel “das Ortsbild prägenden” Turmgut-Scheune allemal, ist sie doch das letzte bauliche Zeugnis „des ehemaligen Turmgutes in Copitz, ganz nahe des ebenfalls turmgeschmückten Copitzer Rathauses, das ein wenig jünger ist“ – wie es im Anschreiben des Kuratoriums Altstadt Pirna e.V. an die Stadtspitze heißt. Der Verein setzte sich vehement für den Erhalt der alten Bausubstanz ein und kritisiert zu Recht die Entscheidung zugunsten der – mit Blick auf die zugesagten 137 000 Euro – “kostspieligsten PKW-Stellplätze von Pirna bzw. Copitz”.

Ich stimme dem zu und habe für diese neuerliche, wiederum zu Gunsten profaner Notwendigkeiten* gefallene Entscheidung, kein Verständnis. (alles via)

* mit Bezug auf den Abriss des historischen (und einst von Canaletto gemalten) Vorstadthauses Breite Straße 10, welches anno 2014 der breiteren Zufahrt zu einem neuen Discounter weichen musste.