Marcel Reich-Ranicki

Die meisten Bücher habe ich von der ersten bis zur letzten Zeile gelesen. In den meisten Fällen war es eine Qual.

Der unvergessene und meinerseits hoch verehrte Marcel Reich-Ranicki wäre heute 97 Jahre alt geworden. An ihn soll hiermit, auch angesichts der schäbigen Tyrannen, die in diesen Tagen die Schlagzeilen beherrschen, erinnert sein.


Image: By Mbdortmund (Own work) [GFDL 1.2], via Wikimedia Commons.

Flake im Gespräch

In fremden Städten suche ich zuerst den Fluss und stromer dort herum. Da finde ich ungenutzte Plätze oder setze mich auf alte Schlepper, um stundenlang zu lesen. Ich muss manchmal aufpassen, unser Konzert nicht zu verpassen.
– Christian Flake Lorenz

Der Fluss ist zumeist eine gute Wahl und Städte ohne Fluss gehen gar nicht.

„Der Tastenficker – An was ich mich so erinnern kann“ von Christian Flake Lorenz wurde hier bereits ausdrücklich gelobt. Das autobiographische Buch ist nun gerade als Hörbuch erschienen (10,99 Euro im iTunes Store) und die “MAZ” nutzte die Gelegenheit für ein nachlesenswertes Gespräch mit dem Autor. (via)

Die Realität ist unbefriedigend

Ich empfinde diese Realität als unbefriedigend.
– Maximilian Plenert

Zur Info: Maximilian Plenert ist ein bündnisgrüner Drogenpolitiker. Er arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Deutschen Hanf Verband und ist seit mehr als 10 Jahren im Bereich Drogenpolitik aktiv. Wer sich für alternative Drogenpolitik (Schwerpunkt Cannabis) interessiert sollte in seinem Weblog mitlesen.

Apropos liberale Drogenpolitik … Ich finde es im Übrigen sehr schade, dass Volker Beck anlässlich des Fundes von 0,6 Gramm einer „betäubungsmittelverdächtigen Substanz“ von allen Fraktions- und Parlamentsämtern zurücktrat (heute morgen hat der Bundestag auch seine Immunität aufgehoben, um ein Ermittlungsverfahren gegen ihn zu ermöglichen). Von der Lächerlichkeit der Vorwürfe einmal abgesehen – mit Beck verliert die deutsche Politik einen der engagiertesten Akteure der „Minderheitenpolitik“, welcher sich insbesondere mit seinem (weltweitem!) Engagement für die schwul-lesbische Emanzipation verdient gemacht hat.

Das ist ärgerlich und zutiefst zu bedauern.


Symbolbild: Gratisography.

Rückzug

Ich ging in die Wälder, denn ich wollte wohlüberlegt leben; intensiv leben wollte ich. Das Mark des Lebens in mich aufsaugen, um alles auszurotten was nicht Leben war. Damit ich nicht in der Todesstunde inne würde, daß ich gar nicht gelebt hatte.
– Henry David Thoreau


Symbolbild: Lukas Neasi