Dark Light

Der Kammweg auf dem Tannenbusch, welcher wohl – neben dem Augustusberg – als einer der Hausberge Bad Gottleubas eingeordnet werden darf, ist uns seit vielen Jahren bekannt.

Es war nun die Zeit, diesen wildromantischen Weg einmal mehr zu gehen, zumal der Tannenbusch, in diesen Tagen und aus der Ferne besehen, sein Antlitz stark verändert hat. Ursächlich ist der massive Holzeinschlag am Nordost-Hang, bedingt durch den Borkenkäfer und die starke Trockenheit der letzten Jahre.

Am Karfreitag war die Zeit dafür. Startpunkt für die Radtour war wieder die Haustür in Pirna. Wir fuhren über den Stadtwald, Rottwerndorf, Neundorf und Bergießhübel nach Bad Gottleuba. Ein kurzes Päuschen gab es auf der Talstraße am Langenhennersdorfer Wasserfall, verbunden mit einem Blick in die Zwergenhöhle und auf das Rinnsal, das bald vollends versiegen dürfte.

Der ehemals dicht bewaldete Kammweg auf dem Tannenbusch (Bad Gottleuba) ist keine sportliche Herausforderung – er ist nur wenige hundert Meter lang. Eine Stiege führt hinauf und am Ende wartet eine Aussicht, von der wiederum ein paar Stufen hinabführen. Auf dem Forstweg kommt man dann um den Gipfel herum und zum Ausgangsort am Südhang zurück (komoot).

Also keine große Sache, aber kurzweilig, reizvoll und urig. Die erste Hälfte des Weges verläuft noch im Walde, es sind zumeist Lärchen, die dicht an dicht stehen. Dann wird es lichter und es folgt der Kahlschlag, der jetzt ungehinderte und weite Blicke auf Bad Gottleuba und die umliegenden Hänge möglich macht. Hernach empfahl sich ein Päuschen in der Sonne (eine Bank lädt zum Verweilen ein) und ein Blick auf die Karte, um den aus Gründen verordneten Aktionsradius nicht über Gebühr zu strapazieren.

Der Rückweg führte zuerst (kurz vor Hartmannsbach) auf den gegenüber liegenden Höhenzug. Durch Wald und Flur ging es weiter über den Herbstberg und dann nach Gersdorf hinunter. Langeweile kam dabei keine auf: Unser Weg endete gelegentlich im dichten Unterholz oder auf dem Felde (weil untergepflügt). Zerzaust und zerkratzt (die Himbeeren! Brombeeren!) kamen wir im Bahretal an und rollten zuletzt – ganz gemütlich – nach Pirna hinab.

Im Fazit eine kurzweilige Ausfahrt, die im Detail auch bei komoot zu finden ist.

3 Kommentare
    1. Natürlich Brombeeren. Der ganze Wald ist mit Stachelranken durchsetzt! Das Zeug wächst seit zwei Jahren wie verrückt und überall. Wenigstens ein Gewächs, das mit der Dürre zurechtkommt …

      Und Mitte der 90er, ich weiß. Man trifft dort kaum auf Menschen, das macht es sehr schön.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Auch interessant


Copyright © 2020 Rappelsnut · Datenschutz & Impressum