Der Erste Mai ist (beinahe immer) ein Wandertag. In diesem Frühling nutzten wir ihn für einen Abstecher ins nahe gelegene Lausitzer Bergland. Das haben wir uns schon vor zwei Jahren erlaufen und – im Großen und Ganzen – in schöner Erinnerung.

Startpunkt war der Parkplatz am Barockschloss Rammenau, auf das ich heute nicht weiter eingehen möchte. Es wurde hier im Blog schon kurz erwähnt und sollte – als solches und ohnehin – allgemein bekannt sein. Nur soviel: Die Pforte ist geöffnet und man gelangt zumindest in den Schlosshof und auch in den Park. Vom Schloss liefen wir Richtung Kirschallee, die als solche, mit ihrer Blütenpracht und ihrer, ob der guten Lage besten Weitsicht, sogleich als der schönste Ort der Runde benannt werden konnte (und es auch blieb).

Weiter ging es, nun schon im Wald, Richtung Sibyllenstein (Hochstein). Wir unterquerten die A4, schritten zügig bergan und erklommen alsbald den Gipfel, der mit seinen rund 450 Metern Höhe der höchste Punkt der Westlausitzer Berglandschaft um Pulsnitz ist. Hier trafen wir tatsächlich auf andere Menschen. Die holde Einsamkeit ist, zumindest an diesem Punkt, nicht mehr gegeben – dort wollen schließlich alle hinauf. Und wer ganz oben ist, der darf die Gipfelglocke läuten oder sich im Gipfelbuch verewigen.

Nach kurzer Rast galt es mit der Quelle der Schwarzen Elster das zweite Ziel zu erlaufen, welche im Wald an der Ostflanke eines Nebengipfels des Sibyllensteins zu finden ist. Besonders ansehnlich ist sie nicht, zudem führte sie gestern nicht einen Tropfen Wasser und ward, gleichermaßen wie die Gipfelklippen, von vielen Menschen besucht.

Fichten-Ernte am Sibyllenstein

Wir suchten schnell das Weite und liefen, nun immer auf breitem Forstweg, über die Hochsteinstraße Richtung Luchsenburg, warfen einen kurzen Blick auf das derzeit geschlossene (und in Sanierung befindliche) Forsthaus und kehrten schließlich im Bogen zur vorhin schon erwähnten Unterführung der A4 zurück, um wieder nach Rammenau zu kommen.


Fazit: Das erste Drittel dieser Runde (Rammenau/ Waldscheibenteich ) war sehr schön, das zweite (der Gipfel) durchaus interessant und das dritte etwas eintönig und, bedingt durch den zunehmenden Verkehrslärm der nahen A4, schon fast unangenehm. Man kann das also durchaus mal machen, dann gerne auch mit dem Mountain-Bike, muss es aber nicht.

Der Autor

Kaffee immer schwarz. Punkrock und Tattoos. Nichts mit Menschen. Dafür die See und die Berge. Und der Wald. Wanderlust. Bei jedem Wetter und überall.

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