Im Eibenwald bei Schlottwitz

An den steilen Hängen des Müglitztals, genauer gesagt am Lederberghang bei Schlottwitz, findet sich der größte natürliche Eibenwald im Sächsischen. Ihm galt meine kleine, hier noch nicht erwähnte Exkursion (ausnahmsweise mit der DSLR), die zwar schon einige Tage zurückliegt, aber nicht gänzlich unter den Tisch fallen soll. Nach der (diesmal etwas eingehenderen) Bilderstrecke folgt der gewohnt kurze, auf das Wesentliche reduzierte Rückblick.

In der Mitte von Schlottwitz beginnt ein kleines, gut beschildertes Wanderwegenetz, über welches sich alle hier genannten Fixpunkte sicher erlaufen lassen. Auch der älteste und imposanteste Baum am Hang, die “1000jährige” Eibe, ist dort relativ schnell erreicht (ich gönnte mir den Abstecher noch am Aufstieg zum Edelmannsteig). Auf diesem lässt sich dann trefflich spazieren, erst aufsteigend, dann immer knapp unterhalb des Kamms und vorbei an mehreren Aussichten. Zuvor jedoch quert dieser schöne Pfad einen dichten Eibenwald, welcher als größter Bestand an Eiben auf engstem Raum in Sachsen eingeordnet wird. Erhalten geblieben ist er nur wegen der Steilheit des Geländes, da die Eiben früher konsequent aus dem Wald entfernt wurden (Grund dafür war die Giftigkeit derselben, das Vieh wurde zur Weide in die Wälder getrieben). Das Verweilen lohnt durchaus, das urige und alte Wäldchen ist es wert.

Mit dem Panoramablick am Lederberg und der Hirschsteigkoppe folgen dann zwei schöne Aussichtspunkte am Kamm, die man sich, ob ihres Fernblicks, nicht entgehen lassen sollte. Kurz vor dem Abstieg gilt es dann noch ein liebliches Eichenwäldchen zu queren. Die Vehemenz, mit der sich die Bäume an den Steilhang klammern, ist bemerkenswert.

Zu guter Letzt bleibt der lobenswert ausgeschilderte Rückweg am Hang. Er führt, so man es möchte, direkt an der “1000jährige” Eibe entlang und ist nicht zu verfehlen. Und last but not least: Diese kurzweilige und höchst interessante Exkursion ist keine fünf Kilometer lang und für jederman und jedefrau, ordentliches Schuhwerk vorausgesetzt (viel Geröll, die Pfade sind schmal, mitunter steil), gut zu schaffen.

Geschrieben von

Rappel

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Kaffee immer schwarz. Punkrock und Tattoos. Nichts mit Menschen. Dafür die See und die Berge. Und der Wald. Wanderlust. Bei jedem Wetter und überall.
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4 Kommentare zu “Im Eibenwald bei Schlottwitz”

  1. das stimmt, dort lässt es sich trefflich spazieren (ich hab seit den frühen 2000ern wohl jeden weg beschritten. und meist ist das menschenaufkommen auch recht gering!

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