Die Bergwiesen bei Fürstenau

Noch einmal war ich dort, wo es zur Zeit am schönsten ist (was jetzt die hiesige Region meint). Sie ahnen es vielleicht, natürlich doch, um die Bergwiesen geht es, da Sie haben ganz recht. Die, die so schön blühen zur Zeit, im Osterzgebirge, im Grenzgebiet. In diesem gottverlassenem Landstrich, wo einem stundenlang kein Mensch begegnet. Und wo es kreucht und fleucht, dass es nur so eine Freude ist.

Wiederum war der Wanderparkplatz in Fürstenau (Altenberg) der Ausgangsort. Ich lief nur kurz Richtung Grenze – rechter Hand ist alsbald der Wanderweg zur Traugotthöhe ausgewiesen. Der führt ins offene Gelände hinaus und erlaubt ein vortreffliches Spazieren inmitten der blühenden Wiesen.

Nach gut 2,5 Kilometern ist der Gipfel der Traugotthöhe erreicht – der Betonpfahl markiert den höchsten Punkt. Was wichtig ist: Mit ihren 8066 dm Höhe zählt sie zu den vierzehn Achttausendern im Erzgebirge. Oben lädt eine Bank zum Verweilen ein. Der langgezogene Hügel bietet einen schönen Rundumblick – wir schauen hinüber zum Geising und nach Altenberg und sehen die Dächer von Voitsdorf und das Mückentürmchen in der Ferne.

Ich lief dann nicht gleich weiter, um die Runde zu vollenden, sondern gönnte mir (mit Blick auf den notwendigen Auslauf) noch den Abstecher zum Silberstollen (zur Kohlhaukuppe sind es von dort nur noch zwei Kilometer). Von dort ging es dann – vorbei an der Kirche des Ortes – nach Fürstenau zurück (komoot).

Was bemerkenswert war: Es gab nicht eine einzige Stechfliegen-Attacke. Und ich habe noch nie so viele Falter an nur einem Tag gesehen.