Zum Findlingskreuz im Hochwald

Frauenstein im Sonnenschein

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Das Findlingskreuz liegt gut versteckt im tiefen Wald. Es verweist auf einen um 1800 an jener Stelle nach der Schneeschmelze gefundenen, zuvor monatelang vermissten Toten.

Angehörige desselben ließen in der Folge den Stein aufstellen. Meine gestrige Runde in der südlich von Dresden gelegenen Dippoldiswalder Heide bot die gute Gelegenheit, neben Anderem auch dieses Kreuz zu erlaufen.

Stillleben an der Barbarakapelle

Start- und Zielpunkt war das Gasthaus Heidehof. Von diesem braucht es nur zwei Minuten bis zum König-Johann-Aussichtsturm (Foto). Ich beließ es bei einem Blick auf diesen (wer ihn besteigen möchte, bekommt den Schlüssel gegen einen geringen Obelus im Gasthaus). Über den Marktsteig ging es dann weiter zum Einsiedlerstein, einem offiziell als Klettergipfel ausgewiesen Felsklotz (mit Gipfelbuch) im Walde.

Man kann sich dort ein wenig umschauen, die nahebei gelegene Felsklippe erlaufen und die unscheinbaren Reste der einstmals dort stehenden Katharinenkapelle in Augenschein nehmen. Nächster Höhepunkt der Wanderung ist die knappe zwei Kilometer entfernte und gut ausgewiesene und romantisch gelegene Ruine der Barbarakapelle. Diese wurde um 1500 erbaut, verfiel jedoch alsbald (mit dem Tod ihres Stifters) und wurde 1881 in Teilen wieder errichtet.

Das Findlingskreuz in der Dippoldiswalder Heide

Von der Barbarakapelle ging es, vorbei an einer 1736 aufgestellten Salzlecke und dem folgenden Schwarzen Teich, zum etwas versteckt gelegenen und eingangs schon erwähnten Findlingskreuz. Immerhin gilt: Der Pfad dorthin ist ausgewiesen (wenn man ihn auf Anhieb findet und nicht, wie ich, der Nase nach in den Busch spaziert).

Nur wenige Minuten braucht es, um an den nächsten beiden Wegkreuzungen auf zwei weitere steinerne Zeugen der Vergangenheit zu treffen: das Steinerne Messer und die Wolfssäule. Die Wolfssäule steht dort für den Abschuss des letzten Wolfes in der Heide anno 1802 (Foto). Das Steinerne Messer, ein etwa 500 Jahre altes Sühnekreuz (Foto), wird mit verschiedenen möglichen Ereignissen in Verbindung gebracht. Neben dem Mord an einem Priester oder dem an einer Frau darf auch ein tragischer Unfall als ursächlich vermutet werden.

Letztlich ging es dann, nun schon im strömenden Regen, immer am Waldrand und oberhalb von Malter zum Gasthaus Heidehof zurück. Wer es genau wissen möchte: Die 10,6 Kilometer lange Runde wurde auch getrackt.


PS: Diese Wanderung ist – mit anderem Titel – auch in dem von mir als Vorlage genutzten “Wander- und Naturführer Dresden und Umgebung I” des Berg- und Naturverlags Rölke zu finden.

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