Auf der Suche nach dem Frühling hat sich der mensch nach Heeselicht begeben, um von dort, wie in beinahe jedem Jahr, die Märzenbecherwiesen im Polenztal zu erkunden. Es gibt dort diesen lobenswerten Märzenbecher-Rundweg, der, ob seiner guten Beschilderung, nicht zu verfehlen ist.

Startpunkt war der Parkplatz am Gasthof (unter der Woche klappt das, wenn man nicht zu spät auftaucht). An der Scheibenühle vorbei kommt man schnell hinunter ins Polenztal. Es gilt dann – in stetem Auf und Ab – dem Wasserlauf flussaufwärts bis zur Bockmühle zu folgen. Dort verlässt man das Tal und geht, vorbei am Luschdorfhof und dem Wildgehege, nach Heeselicht zurück.

Die kurzweilige Runde (komoot) ist gute neun Kilometer lang und, so man sie denn im Frühjahr nicht gerade an einem Wochenende geht, eine nette Geschichte.

Was bemerkenswert war: der blöd-blaue Himmel und das gnadenlose Sonnenlicht. Das Tal macht einen arg strapazierten Eindruck. Lichte Hänge, brutale Kahlschläge und jede Menge umgefallene Bäume prägen die Landschaft. Und das, was noch steht, ist knochentrocken. Wir sehen das, was beinahe überall im Elbsandstein zu beobachten ist: Der Wald liegt schwer gebeutelt darnieder.

Den Frühling, dort in der Gestalt üppig blühender Märzenbecherwiesen, habe ich natürlich gefunden. Aber auch diese (Foto) waren schon besser aufgestellt – die Bestände scheinen mir, im Vergleich zu den Vorjahren, doch deutlich geschrumpft.

Es ist unübersehbar: Die Dinge verändern sich. Und zwar schneller, als uns lieb ist.

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