Unten am Fluss

1 Min Lesezeit

Spaziergänge in Pirna führen mich unweigerlich hinunter an die Elbe. Die Flusslandschaft, die Elbwiesen – das hat ja auch was. Es ist ein Ort der Ruhe, zumeist jedenfalls und auch auf dem Wasser, denn nur ab und an kommt noch ein Dampfschiff vorbei.

Wenn ein solches naht, muss es fotografiert werden – so will es das Gesetz. Man kann dafür hinab ans Ufer gehen, sich direkt an die Wasserkante stellen und konzentriert fokussieren, um das doch immer wieder sehr schöne Motiv zum siebenhundertdreiundfünfzigsten Male abzulichten. Das geht derzeit ganz gut, der Wasserstand ist ja eher mäßig.

Ein Ort der Niederlage

Zu beachten ist lediglich die Bugwelle des Dampfers. Die sorgt u.U. für nasse Schuhe, also wenn man nur so da steht und guckt und sich nichts Böses denkt. Es bringt dann auch nichts, auf die Schnelle die mit Moos und Gras bewachsene und somit aalglatte Uferböschung zu erklimmen – man rutscht unweigerlich ab, schlägt auf die Kniescheibe, macht eine ungeschickte Drehung und steht, etwas verwirrt und wie zuvor, mit beiden Füßen im Kies. Bereit für den nächsten Schwapp der Bugwelle, der unweigerlich kommt und im Ergebnis bis über den Sockensaum gereichen wird …

Dieser alberne Vorfall gilt zweifellos als eine Schande für jeden gelernten Salzwassermatrosen. Ich habe keine gute Figur gemacht – von daher bleibt das bitte unter uns.

Rappel

Kaffee immer schwarz. Punkrock und Tattoos. Nichts mit Menschen. Dafür die See und die Berge. Und der Wald. Wanderlust. Bei jedem Wetter und überall.

4 Kommentare

    • Hm. Ich war ja froh, wenigstens auf den Füßen gelandet zu sein und nicht auf dem Allerwertesten in der Elbe sitzen zu müssen. Was für ein Skandal!

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