Kinotipp: Eine Nacht in Helsinki

Während des COVID-Lockdowns treffen sich drei finnische Männer in einer eigentlich geschlossenen Bar in Helsinki. Der Zufall bestimmt das Geschehen der Nacht. Die Männer sind nicht mehr ganz jung, Ende 50 mindestens. Sie unterhalten sich, diskutieren ihre Probleme und probieren von dem, was sich in einigen speziellen Flaschen befindet.

Heikki ist der Besitzer der Bar. Er liebt diese Bar, sie ist sein Lebenstraum. Die Pandemie ist dabei, diesen zu zerstören. Er muß schließen, die Einkünfte bleiben aus, das Geld geht zur Neige. An diesem Abend, an dem er sich selbst noch einmal bewirtet, hat er einen Benzinkanister dabei.

Das einsame Dinner wird gestört durch Heikkis Freund Risto, der unerwartet hereinschneit. Der ist Arzt und braucht, nach einer langen Schicht voller Tragödien im überlasteten Krankenhaus, dringend ein tröstendes Glas. Und dann ist da noch Juhani, seines Zeichens ein gesuchter Mörder, dessen unverhofftes Erscheinen das traute Beisammensein vehement unterbricht …

Genug gespoilert. Wer neugierig geworden ist, checkt bitte das Programm der in Frage kommenden, guten Kinos nahebei. Noch kurz zum Film: „Eine Nacht in Helsinki“ ist der neue Film des finnischen Regisseurs Mika Kaurismäki. Um seinen Film zu drehen, hat er auf ein klassisches Drehbuch verzichtet und nur den groben Rahmen der Handlung vorgegeben – die realistische Umsetzung derselben blieb den drei Schauspielern überlassen (es gelingt bravourös). Und ein Funfact am Rande: Der Drehort, sprich diese Bar namens „Corona“, wird seit Jahren von den Kaurismäki-Brüdern höchstselbst betrieben.

Fazit: „Eine Nacht in Helsinki“ ist ein wunderschöner und berührender Film, der zum Nachdenken anregt. Ihr solltet ihn gesehen haben.


PS: Wir waren seit Ewigkeiten nicht mehr im Kino und haben den Abend folglich genossen. Interessanterweise haben wir ihn in einem uns bis dato unbekannten, neuem Kino, dem Zentralkino in Dresden verbracht. Der erste Eindruck war ein sehr guter Eindruck – vielleicht weiß ja jemand mehr über den Betreiber oder das Kino an sich? Informationen dazu finden sich leider kaum.

Antworten

  1. Avatar von derbaum

    das kannte ich bis eben auch noch nicht – macht da aber vielleicht sinn… aber mit maske ins kino will ich nicht – sorry…

    1. Avatar von Rappel

      Wir werden uns das mal in Ruhe anschauen, das ganze Gelände ist ja sehr interessant. Neben dem Kino ist auch eine Wirtschaft … Wenn man wieder draußen sitzen kann.

      1. Avatar von derbaum

        ja genau, und des elektrizitätsmuseum! (war ich aber auch noch nie) – drin war ich nur einmal – https://bit.ly/32JNAqp

      2. Avatar von Rappel

        Ich erinnere mich, eine sehr schöne Ausstellung. Das Ambiente und die Bilder sowieso …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert