Dark Light

The Lawrence Arms haben sich anno 1999 in Chicago, Illinois gegründet. Das Punkrock-Trio (Brendan Kelly (Bass und Gesang), Chris McCaughan (Gitarre und Gesang) und Neil Hennessy (Schlagzeug)) spielt einen oft melancholischen, mitunter auch düsteren, aber immer gefälligen, vocallastigen Melodic Hardcore. Profitieren kann die Band aus dem glücklichen Umstand, über zwei kreative Köpfe zu verfügen – Brandon und Chris fühlen sich gleichermaßen für das Songwriting (und auch den Gesang) verantwortlich. Die ersten Alben erschienen noch über Asian Man Records, später wurde dann erst zu Fat Wreck Chords und zuletzt (mit dem bis dato letzten Album vor sechs Jahren) zu Epitaph gewechselt. Produzent ist seit langem Matt Allison, der auch schon mit dem Alkaline Trio und den Menzingers zusammengearbeitet hat.

Skeleton Coast ist das siebte Studioalbum. Erschienen ist es am 17. Juli 2020. Wir hören 14 Titel in 34 Minuten. Ich komme nicht umhin zu sagen, daß es das beste Album der Kapelle ist. Für mich jedenfalls und ja natürlich, wir schauen mal, was da noch kommt. Das Pulver scheint jedenfalls noch lange nicht verschossen …

Das jetzt neu vorliegende Album Skeleton Coast zeigt die Unterschiede im Soundverständnis der beiden Songwriter deutlich auf: Während die melancholischen, mitreißenden Nummern Chris McCaughan zuzuordnen sind, zeigt sich Brendan Kelly für die härteren und aggressiveren Titel verantwortlich. Eine großartige Sache ist das, das Album ist somit alles andere als eintönig. Es ist grobkörnig und schön, melodisch und aufbegehrend zugleich. Und trotz seiner düsteren Grundstimmung ist es herzerfrischend und im Fazit eines der besten Punkrock-Alben des Jahres.


Foto: Ben Peir (Offizielles Pressebild)

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