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Rappelsnut ist ein reich bebildertes Tagebuch im Netz. Der Autor lebt in Pirna, einer kleinen, alten Stadt an der Elbe und schreibt hier über dieses und jenes, was den Alltag versüßt oder über den Tag hinaus erwähnenswert scheint. Wer mitliest, ist willkommen und eingeladen, die Dinge freundlich zu diskutieren.
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Klartext

Von Rappel 27. Februar 2013 6 Kommentare 0 Min Lesezeit

Peer Steinbrück, seines Zeichens SPD-Kanzlerkandidat, ist mir nicht unbedingt sehr symphatisch – weder als Politiker noch als Mensch. Mit seinen kernigen Aussagen zum Wahlausgang in Italien gehe ich jedoch konform. “Bis zu einem gewissen Grad bin ich entsetzt, dass zwei Clowns gewonnen haben” kommentierte der passionierte Hobby-Schachspieler, und benannte den betagten Operetten-Baron als einen “Clown mit einem besonderen Testosteronschub” (SpOn).

Ich finde diese Aussage durchaus noch freundlich formuliert und kann die Aufregung darob nicht nachvollziehen – der Mann hat schließlich Recht.

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Guten Tag. Das bin ich und dies ist mein Weblog. Ich schreibe hier über das, was schön war. Oder immer noch schön ist. Zumeist jedenfalls. Wer mitliest, ist willkommen und eingeladen, die Dinge freundlich zu diskutieren.

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6 Kommentare
  1. derbaum sagt:

    geht mir genauso – die retourkutsche musste er jetzt ja schon verkraften! ;-)

    1. rappel sagt:

      Es gibt aber auch viel Zustimmung. Gerade kam ein wunderbarer, Merkel feindlicher Pro-Steinbrück Kommentar im Deutschlandfunk :)

  2. stefanolix sagt:

    Qualifizieren ihn solche Äußerungen für die Position des Bundeskanzlers?

    1. rappel sagt:

      Das kommt wohl ganz auf den Anspruch an, den man an jene Personen legt, die solch ein Amt antreten. Wenn Ehrlichkeit dabei kein Maßstab ist, darf die moralische Integrität derselben und derjenigen, die sie wählen, wohl durchaus in Frage gestellt werden.

      Zudem sollte man Steinbrücks Kommentar auch im richtigen Kontext sehen – es ist Wahlkampf und die Veranstaltung war eine Wahlkampfveranstaltung. Die Sätze waren an die deutschen Wähler_innen adressiert und nicht als Lehrstunde in heuchlerischer Diplomatie gedacht. Und ich glaube schon, dass er dieses Mal punkten konnte …

      1. stefanolix sagt:

        Schau mal in die »Sächsische Zeitung« von heute. Es lohnt sich wegen einer Seite im Politikteil, auf der Kulturredakteur Jens-Uwe Sommerschuh einen ungewöhnlich durchdachten Artikel zu diesem Thema geschrieben hat. Wegen #LSR kein Link und kein Zitat. Aber nach der Lektüre denkt man anders über das Zitat mit den »Clowns«.

        1. rappel sagt:

          Eine gute Wahl-Analyse – danke für den Hinweis. Wir dürfen also gespannt sein, wie die Italiener das Problem letztlich lösen wollen …

          Trotzdem halte ich den Trubel um die “Clowns” für überbewertet, und gebe Steinbrück im Grunde doch Recht. Konstruktives ist von Grillo bis heute nichts zu vernehmen, und die Wiederwahl eines Berlusconi ist – IMU hin oder her – einfach nicht verzeihbar.

          Und noch einmal zu Steinbrück: der Mann müht sich verzweifelt, im Wahlkampf Profil zu zeigen, und agiert darin mehr als unglücklich und als Elefant im Porzellanladen. Doch dieses eine Mal hat er mich damit trefflich amüsiert.

          Nachtrag: dieser Beitrag unterstreicht meine Meinung zum Geschehen eigentlich ganz gut.

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