Fünf Filmtipps

Analog zu den hier im Blog zwar unregelmäßig, jedoch stetig erscheinenden Verweisen in Sachen Fotografie, erscheint hiermit Teil 5 einer ebensolchen Reihe von Linktipps zu besonderen (und für mich interessanten) Kurzfilmen, Spielfilmen, Serien und Dokumentationen im Netz. Diese sind, wie gehabt, als Notiz für mich und als Empfehlung für hier mitlesende Filmfreundinnen einzuordnen.

  • Feuerland (Dokumentation) – Feuerland liegt nicht etwa in Südamerika, sondern mitten im Herzen von Berlin. Der im Mai 1987 gedrehte Dokumentarfilm zeigt ein Stück gegenwärtiges Straßen- und Alltagsleben sowie das Leben an öffentlichen Orten in der Gegend um die Chaussee-, Invaliden-, Garten-, Acker-, Borsig-, Tieck- und Wilhelm-Pieck-Straße (seit 1994 Torstraße) in Berlin-Mitte, Dorotheenstadt, auf sehr unmittelbare und authentische Weise.
  • Milan Kundera – Die Ironie des Seins – Milan Kundera wurde mehrfach für den Nobelpreis nominiert. Und trotzdem weiß man nur wenig über den Menschen hinter dem Schriftsteller. Geboren in der Tschechoslowakei, wanderte er in den 70er Jahren nach Frankreich aus und verfasste dort mehrere Romane in französischer Sprache. In seinen Werken kritisierte er zusehends die Auswüchse der westlichen Gesellschaften. Kundera verstarb am 11. Juli 2023 im Alter von 94 Jahren.
  • Monobloc – Eine Dokumentation von Hauke Wendler – Der Monobloc ist das meistverkaufte Möbelstück aller Zeiten. Der gleichnamige Film erklärt anhand des Plastikstuhls die Globalisierung und begleitet Menschen, deren Leben vom Monobloc geprägt ist.
  • Keine Atempause – Düsseldorf, der Ratinger Hof und die neue Musik – Die Musikwelt blickte nach Düsseldorf. Es war die Zeit der Bands wie Fehlfarben, DAF oder Die Toten Hosen. Sie mischten die Szene mit ungestümer, lauter und kompromissloser Musik auf. Düsseldorf war die Musikhauptstadt Deutschlands. „Keine Atempause“ dokumentiert mit bisher unveröffentlichten Archivaufnahmen, Musik und zahlreichen Interviews den Sound aus Düsseldorf, der die Deutsche Musikszene bis heute beeinflusst.
  • Mädchen in Wittstock (Kurz-Dokumentarfilm, DDR 1974/1975) – 1974 findet der Regisseur in der märkischen Kleinstadt Wittstock eine Aufbruchsituation vor: Der VEB Obertrikotagenbetrieb „Ernst Lück“ wird vor den Toren der Stadt aufgebaut. 1000 Arbeiterinnen sind hier schon tätig, 3000 sollen es werden. Der erste Film der Langzeitdokumentation etabliert drei von ihnen als Protagonistinnen, die Koepp 22 Jahre lang filmisch begleiten wird (insgesamt sieben Teile!).


Ich wünsche gute Unterhaltung.

Antworten

  1. Avatar von derbaum
    derbaum

    danke für die tips – wittstock kenne ich natürlich, kundera hab ich gesehen und weisse stühle auch ;-) – die anderen beiden – ma guggn…

    1. Avatar von Rappel

      Genau, guck die mal an. Ich finde sie alle großartig. Und ich mag die Ruhe und Gelassenheit, mit der diese Geschichten erzählt werden.

      PS: Die Rollstühle sind der Hammer!

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