Alter und Neuer Wildenstein

Es soll ja solch Menschen geben, die waren noch nie am Schneiderloch und auch nicht auf dem Alten Wildenstein … Bis gestern traf das auch auf mich zu. Höchste Zeit also, den Dingen auf den Grund zu gehen, die schnellen Schuhe zu schnüren und in der Sache zu ermitteln …

Felsentor mit Aussicht: der Kuhstall

Startpunkt war einmal mehr der Beuthenfall im Kirnitzschtal. Auf dem Malerweg ging es direkt hinauf zum Kuhstall. Wer den nicht kennt: Der Kuhstall ist, nach dem Prebischtor, das zweitgrößte Felsentor im Elbsandstein. Zu finden ist er auf dem Neuen Wildenstein (337 m), welcher, sowohl vom Gipfel als auch von der Höhle, mit einem exzellenten Panoramablick auf die Hintere Sächsische Schweiz punkten kann. Der Aufstieg lohnt also, vor allem unter der Woche – gestern vormittag war ich mutterseelenallein dort oben (und habe es genossen).

Die Himmelsleiter führt von der imposanten Höhle auf den Gipfel. Nach dem längeren Moment des Innehaltens folgte der Abstieg, um dann, und das war neu, gleich links zum Schneiderloch, einer imposant gelegenen Mini-Höhle mit Balkon, zu gehen. Als ausgewiesener Klaustrophobiker blieb ich allerdings davor, denn sich in enge dunkle Löcher zwängen, das geht für mich gar nicht.

Zugang zum Schneiderloch

Statt dessen wählte ich ein anderes, ebenfalls witziges (und namenloses?) Felsloch zum neinkrabbeln und rausgucken. Es ist linker Hand vom Schneiderloch zu finden (dazu einfach dem Geländer um die “Krumme Emma” herum und dann den ausgetretenen Pfaden folgen) und bietet genügend Licht und Luft zum Atmen.

Auf dem Alten Wildenstein

Ich verließ den Neuen Wildenstein über die Nasse Schlucht und lief dann, erst rechter Hand und später links, geradewegs auf den Alten Wildenstein hinzu. Diesen gilt es beinahe zu umrunden, um den Zugang zum Gipfel zu finden (an der Nordseite und zwischen zwei Felsen hindurch). Ein Pfad führt hinauf und mit nur wenig Kraxelei steht man alsbald oben, um zu verschnaufen und den Ausblick auf die Affensteine zu genießen. Und auch das wieder in wohliger Einsamkeit (der Weg ist nicht ausgewiesen), wie schon auf dem Stein zuvor.

Es blieb der bequeme Abstieg zum (inzwischen prall gefüllten) Parkplatz am Beuthenfall. Und wer mag, schaut sich die Runde hier im Detail an.

Geschrieben von

Rappel

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Kaffee immer schwarz. Punkrock und Tattoos. Nichts mit Menschen. Dafür die See und die Berge. Und der Wald. Wanderlust. Bei jedem Wetter und überall.
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4 Kommentare zu “Alter und Neuer Wildenstein”

  1. hach, wege der kindheit/jugend. oft gegangen in den letzten 30 jahren etwas in vergessenheit geraten. eine oder 2 wochen ruhe da hinten in den felsen täte mal wieder not…

      1. ich bin ziemlich sicher als junger mensch da oben gewesen zu sein, allerdings ist das wohl so um die 45 jahre her 😉

        du sagst es! (muss ich auch noch chef sein zur zeit…)

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