Zum Stelzchen bei Leupoldishain

Ein Waldspaziergang im Oktober

Es ist immer noch Herbst, immer noch dieser bemerkenswert milde und bunte Herbst des Jahres ’22, und wir nutzten den Tag, um ein wenig zu spazieren. Ganz in der Nähe von Pirna, bei Leupoldishain (Sie erinnern sich vielleicht an die Wismut), da geht das gut – ich habe es schon mehrmals hier gesagt und gelobt. Und die Betonung liegt tatsächlich, wohl auch in den kommenden Wochen, auf dem Spazieren zu zweit. Das sportliche Ausschreiten wurde erst kürzlich untersagt, vom behandelnden Arzt, der den Zeigefinger hob und Geduld anmahnte. Das Knie, Sie wissen darum.

Wir kamen dem nach und schritten behutsam aus. Von der Dorfstraße, an der sich ein Parkplatz findet, in den Wald hinein. Und folgten dem Pferdelochweg, der uns einen schönen Bogen laufen ließ. Der bunte Wald, die weiten Wiesen – es war ein sehr angenehmes Spazieren. Kurz vor dem Ort wandten wir uns nach rechts, ließen die Nikolsdorfer Wände außen vor und gingen dann weiter bis zum Stelzchen.

Der alte Aussichtspunkt findet sich auf einer der vielen, kleinen Felsengruppen, mit denen der Wald bei Leupoldishain zu gefallen weiß. Nur wenige Schritte von der Straße (gegenüber liegt der Campingplatz Nikolsdorfer Berg) weist ein Wegweiser den richtigen Pfad. Über ausgetretene Stufen und eine kleine Brücke mit Leiter geht es hinauf zum Aussichtspunkt, der (neben einer Bank zum Rasten) einen schönen Ausblick auf Leupoldishain bietet. Die anderen Blicke, etwa Richtung Königstein, sind leider zugewachsen. Aber gut, es lohnt sich trotzdem, das Kleinod zu besuchen.

Wir verweilten kurz und bestaunten das urige Durcheinander der Felsen am Ort. Der Rückweg, zuerst wieder im Wald, dann über die nahegelegene Dorfstraße durch das Dorf, war letztlich schnell erlaufen (komoot).