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Spaziergang nach Syrakus

Rostock anno 1982. Der Kellner Paul Gompitz träumt davon, nach Sizilien zu reisen. Die DDR macht ihm das alles andere als leicht, alle Versuche, eine Genehmigung für die Ausreise zu bekommen, scheitern. Eine mögliche Besuchsreise zu seiner Cousine? Die Mitgliedschaft in der Liga für Völkerfreundschaft? Oder eine Studienreise? Alles wird abgelehnt. Paul bleibt nichts anderes übrig, als heimlich eine Flucht zu planen. Sein Ziel ist jedoch nicht, im Westen zu bleiben, sondern zu seiner Frau und seinem Leben an der Ostsee zurückzukehren.

Dafür ersinnt er einen verwegenen Plan …

Regisseur Lars Jessen (Mittagsstunde!) verfilmte die Geschichte nach Motiven der Erzählung "Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus" von Friedrich Christian Delius. Diese Vorlage wiederum geht auf die reale Fluchtgeschichte von Klaus Müller zurück.

In den Hauptrollen sehen wir Charlie Hübner als Paul Gompitz und Lina Beckmann als seine Frau Anne.

Ich lobe den Film (neben den wunderbaren Spielerinnen) für seine unaufgeregte, leise Erzählweise. Dazu kommen die schönen Bilder von Italien und der Ostseeküste, eine gewisse Melancholie, der trockene Humor und das warmherzige Spiel.

Spaziergang nach Syrakus läuft bereits seit dem 20. August im Kino. Wer den Streifen noch auf der großen Leinwand sehen möchte (unbedingte Empfehlung!), sollte sich daher beeilen.

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