Kloster, Kirchen, Kruzifixe
Der Ostermontag war dienstfrei und so fuhren wir hinauf in das Siedlungsgebiet der sorbischen Minderheit – zum Zwecke einer Wanderung. Tags zuvor waren dort die Osterreiter unterwegs, Sie haben bestimmt schon einmal von diesen besonderen Prozessionen gehört. Allein, am gestrigen Montag war der Trubel vorbei und es herschte weitestgehend Ruhe in der westlichen Oberlausitz.

Die Neustädtler Skala
Unser Start- und Zielpunkt war der Parkplatz am Ortseingang von Panschwitz-Kuckau, also genau dort, wo das Kloster Sankt Marienstern zu finden ist. Wir spazierten zuerst außerhalb der Klostermauern bis in den zugehörigen Park und dann weiter nach Schweinerden (das Steinkreuz!) und Cannewitz (das Steinkreuz!). Von dort war es nicht mehr weit bis nach Ostro und dem dortigen Burgwall (auch Schanze), den wir vor fünfeinhalb Jahren (im November 2020) schon einmal besucht haben. Nächster Höhepunkt der Wanderung war die Neustädtler Skala, ein ruhiges Nebental, in dem das Klosterwasser fließt und gerade jetzt im Frühjahr dichte Teppiche von Buschwindröschen stehen. Just dort kam die Sonne richtig durch und es war alles herzallerliebst anzuschauen (komoot).
Über Bocka und das dort stehende, perfekt sanierte Rittergut gelangten wir wieder nach Neustädtel und liefen links hinauf zum hoch über Ostro gelegenen Aussichtspunkt (mit Kriegerdenkmal). Die Frau und der Mann genossen den Ausblick auf die westliche Oberlausitz und stiegen im Anschluss in den Ort hinunter, um nahe der Kirche (an einem windstillen Ort) zu rasten. Ich sollte vielleicht erwähnen, dass gestern ein garstiger und kalter Sturmwind unser steter Begleiter war. Nun ja, nach einer erholsamen halben Stunde im Sonnenschein gingen wir die Schlussetappe an und liefen geschwind durch die Felder und hinüber nach Panschwitz-Kuckau, um einen Blick auf das dort (am Anfang erwähnte) stehende Kloster zu werfen.
Das Kloster Sankt Marienstern

… ist eine prachtvoll anzuschauende Zisterzienserinnen-Abtei und als solche ein wichtiges kulturell-religiöses Zentrum. Wir besuchten die offene Kirche und standen vor dem leider geschlossenen Laden und dem leider geschlossenen Cafè, also keine Einkehr. Somit beließen wir es bei einem Spaziergang durch das hübsch angelegte Anwesen, beendeten die Rundwanderung am Ortseingang und fuhren bei schönstem Sonnenschein zurück in die alte Stadt an der Elbe.
So war das alles am diesjährigen Ostermontag und ich hoffe, Sie hatten angenehme Feiertage.