Zwei Türme in der Lausitz
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Zum Sonntag begaben wir uns mitten hinein in das ehemalige Braunkohlerevier. Und besuchten zwei uns bis dato unbekannte Türme, von denen jeder für sich bemerkenswert ist.
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Der Aussichtsturm Hörlitz "Meurostolln"
Ein schlichter, stählerner Aussichtsturm bei Hörlitz (bis 1965 stand dort ein Wasserturm), der eine gute Rundumsicht auf die umliegende, vom jahrzehntelangen Abbau geprägte Landschaft bietet.
Baujahr 2004, 144 Stufen, die Aussichtsplattform liegt bei 27 m Höhe. Der benachbarte, gestern unüberhörbare Lausitzring fällt sofort ins Auge, ebenso wie der alte Schaufelradbagger 1473 („Blaues Wunder“) am Rande des ehemaligen Tagebaus. Dann die Solarfelder und Windparks, Senftenberg mit See. Am Horizont die Kühltürme von Schwarze Pumpe und Boxberg. Neben dem Turm findet sich das sehenswerte Mundloch des früheren „Meurostolln“ (heute ein bergbauliches Denkmal), das auf die Zeit von 1871 verweist (als die Kohle noch in mühevoller Handarbeit in geringer Tiefe gefördert wurde).
Der Aufstieg lohnt unbedingt, wenn man an der Historie dieser besonderen Landschaft interessiert ist.
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Der GICON-Höhenwindturm
Der findet sich im Wald bei Schipkau und wird ein Superlativ. Nach seiner Fertigstellung darf das Konstrukt mit rund 365 m Höhe (Rotordurchmesser von 126,2 Meter auf einem 300 Meter hohen Stahlfachwerkturm) als die höchste Windkraftanlage der Welt benannt werden.
Baubeginn war 2024 und eigentlich sollte am vergangenen Wochenende die Montage der Rotorblätter und der Hub des inneren Turmes in seine finale Position erfolgen (alle Infos). Allein, widrige Winde verhinderten das. Mit etwas Glück soll das nun am morgigen Dienstag in Angriff genommen werden.
Wenn der Koloss steht, produziert er grünen Strom für bis zu 4000 Haushalte. Bei dem Projekt geht es vor allem darum, mehr Windstunden für die Energieerzeugung nutzen zu können. Diese zukünftig in Serie gebauten Türme können problemlos in bestehende Windparks integriert werden, um diese "aufzustocken" und effizienter arbeiten zu lassen.
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Im Nachgang besuchten wir noch kurz das gestern zum Thema veranstaltete Bürgerfest in Schipkau, hörten uns die Reden der Verantwortlichen an und applaudierten höflich. Es folgten Bratwurst, Bier, Helene und der Dauerregen.
Ungeachtet dessen resümiere ich: Hut ab – wir zeigten uns nachhaltig beeindruckt.