Tinyfeed als minimalistische Alternative zu Facebook

1 Min Lesezeit

Der in Australien beheimatete UX-Designer Owen Schebella hat mit Tinyfeed eine bemerkenswert radikale, minimalistische Alternative zu Facebook entwickelt. Im Gegensatz zum (meines Erachtens ganz und gar gruzeligen) Social-Media-Platzhirsch kommt das neue Netzwerk komplett ohne bezahlte Inhalte, ominöse Gruppen und vor allem – ganz wichtig – ohne einen nervtötenden Algorithmus daher.

Tinyfeed setzt statt dessen auf eine chronologische Timeline, die lediglich die letzten Beiträge der abonnierten Freunde zeigt. Gezeigt wird tatsächlich immer nur der letzte Beitrag derselben, kommt ein neuer hinzu, wird der alte Beitrag gelöscht. Also jeweils nur ein Status pro Person. Kein Scrollen, keine Likes und keine Medien bis auf das Profilbild. Keine Vorlieben. Keine DMs und kein Messanger, keine Werbung und keinerlei Datenerfassung.

Ich bin begeistert. Und wünsche diesem so wunderschön entschleunigendem Netzwerk eine weite Verbreitung.

(alles via t3n)

Rappel

Kaffee immer schwarz. Punkrock und Tattoos. Nichts mit Menschen. Dafür die See und die Berge. Und der Wald. Wanderlust. Bei jedem Wetter und überall.

11 Kommentare

  1. Der Grundgedanke kommt mir sehr attraktiv vor. Wobei ich fürchte, dass etwas, das mir attraktiv vorkommt, per se eine arg kleine Zielgruppe hat :-)
    Sachen, die sich von selbst wieder löschen, wünsche ich mir überhaupt viel öfter. Das hätte ich zum Beispiel gern für SMS und für die Liste letzter Anrufe …

      • Ich hab da auch mal einen Account aufgemacht. Aber könnt ihr irgendwas von egal-wem sehen, ohne gleich einen friend request senden zu müssen? Ich würde das einfach gern mal mit zwanzig zufällig abonnierten Leuten live sehen, um ein Gefühl zu bekommen, wie das funktioniert …

    • So ist das wohl, ich unterschreibe jeden Satz. Und fürchte auch, dass sich an dieser schönen Idee wieder nur Freaks begeistern werden … Aber nicht darüber reden macht es ja auch nicht besser. Also hoffen wir mal das Beste. :)

  2. @ Christian: Ich verstehe es so, dass das genau der Ansatz ist – der Feed beschränkt sich ausdrücklich nur auf den Status der Freunde. Die Option der privaten Statusmeldung erschließt sich mir jedoch auch noch nicht zur Gänze.

    Aber schau mal auf producthunt, da werden diese Dinge wohl gerade diskutiert.

  3. Hi guys! Mind if I join in? I am totally open to any ideas that I can use to improve tinyfeed and I REALLY appreciate you all trying it out.
    The *being assigned 10 random people idea could be a possibility of giving a better feel of what it’s like when the feed starts filling up..

  4. **Also, not trying to be rude just helpful so I will post a translate version if that is easier. Apologies for not knowing German.

    Hallo Leute! Stört es dich, wenn ich mitmache? Ich bin völlig offen für Ideen, mit denen ich tinyfeed verbessern kann, und ich schätze es WIRKLICH, dass Sie alle es ausprobieren. Die Idee, * 10 zufälligen Personen zugewiesen zu werden, könnte eine Möglichkeit sein, ein besseres Gefühl dafür zu vermitteln, wie es ist, wenn der Feed voll wird.

    • Hi Owen! You are welcome and it is nice to hear from you on this blog. Of course you can write in english. It shouldn’t be a problem for us to understand brief explanations.

      Here are some people who like the minimal concept behind tinyfeed. My wishes? I think a simple to use mobile app would be helpful to get more popularity for people who are not tech-savvy. The 10 random people idea is also a nice one (the private/ public option, may be with switching colors, would be important here).

      Just my two cents. See you soon on tinyfeed.

  5. Thanks Rappel. Yes it seems a LOT of users have asked for a mobile app so I think I will have to grant that wish! Thank you for your feedback, switching colors could be a good idea!

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