Soldatengrab und Porphyrfächer
Zuerst das Grab der Soldaten und dann der Porphyrfächer – der stand schon lange auf der Liste. Beides ist zu finden im Tharandter Wald bei Dresden und beides habe ich heute erstmals erlaufen und in Augenschein genommen.
Dafür fuhr der mensch nach Mohorn-Grund, direkt am Waldrand findet sich ein Wanderparkplatz. Ich folgte zunächst dem Schmiedersgraben, wechselte dann auf den Hasensteig und kam auf den Jagdweg, an dem sich alsbald das erwähnte Soldatengrab (zwei deutsche Soldaten, gefallen am 7. Mai 1945) findet. Zur Erinnerung:
Am 6. und 7. Mai 1945 fanden im Raum Wilsdruff – Tharandter Wald heftige Kämpfe zwischen der Roten Armee und deutschen Truppen statt, die im Zusammenhang mit der Sicherung des deutschen Rückzugs auf die sogenannte Reseda-Stellung auf dem Erzgebirgskamm standen.
(Das Kriegsende im Tharandter Wald)
Mein Weg führte weiter durch schönen Buchenwald bis zur Wichtelschule, einem pädagogisch wertvoll eingerichteten Rastplatz. Etwas später findet sich rechter Hand ein Geopfad, der ins Unterholz zu einigen verfallenen Gruben und einem einsamen Häusel im Walde führt (Thema ist die geologische und erdgeschichtliche Beschaffenheit der Gegend). Zuletzt lief ich auf schönem Pfad durch den Tann und zum eindrucksvollen (und heute wegen Bauarbeiten leider nicht zugänglichen) Porphyrfächer am Schmieders Graben (der als Naturdenkmal ausgewiesen ist) zurück.
Immerhin: Ich konnte ihn in Augenschein nehmen.
Was schön war: die stillen Wege, die Einsamkeit und das lebhafte Vogelgezwitscher. Ich hörte die Amsel, den Buchfink, die Singdrossel, die Tannen- und die Blaumeise, das Rotkehlchen und die Mönchsgrasmücke.
Wer mag, schaut wie gehabt auf die Route bei komoot.