Paulinenteich und Steinerne Rinne
Pfingstmontag, immer noch Sonne satt und Himmelblau, und endlich mein freier Tag an Pfingsten. Wir waren zu viert und fuhren nach Tschechien hinüber – unser Startpunkt fand sich in Jetřichovice (deutsch: Dittersbach), unweit des 1927 errichteten Kindererholungsheimes. Die Dittersbacher Felsenwelt – es war höchste Zeit, in der Ecke einmal mehr eine Runde zu drehen. Letztlich war es eine kleine Runde, denn zwei von vier Leuten waren schlecht zu Fuß, aber sie war wunderschön.
Wir verließen also den Ort gen Süden und liefen weiter zum Grieselmühlenteich. Erste Höhepunkte der Wanderung waren der ehemalige Wassertunnel der Mühle und der erwähnte Teich. Man sollte die Ruhe dort genießen, Bänke laden zum Verweilen ein und wir schauten den springenden Fischen zu. Einst gab es dort Gondelfahrten und in der Mühle Kaffee und Kuchen … Heute wartet – immerhin – die eine und die andere, kleine Überraschung am Wegesrand.
Weiter spazierten wir auf schönem Pfad durch den urigen Paulinengrund, schlugen einen Haken und stiegen – einem Bergpfad folgend – zwischen Kiefern, Felsen und Boofen aus dem Tal hinaus. Linker Hand ging es oben auf dem Steinweg weiter, der alsbald in die Steinerne Rinne übergeht, einen eigentümlichen und rätselhaften Hohlweg, den es so nur einmal gibt. Vermutlich diente die seltsame Rinne einst dem Holztransport - bewiesen ist jedoch nichts und die Wissenschaft zerbricht sich ob dieses Phänomens bis heute den Kopf.
Über den schön zu laufenden Weg über den Höhenrücken spazierten wir bis hinunter zum Grieselkreuz, von dem es dann nur noch 500 bequeme Meter bis zum Ortseingang von Dittersbach sind. Einem frisch gezapften Bier, bei dem sich vortrefflich quasseln und debattieren ließ (man sieht sich nur ein, zweimal im Jahr), stand nun nichts mehr im Wege. Ich aß viereckigen Käse, trank zwei frischgezapfte Böhmische und bezahlte die Einkehr in tschechischen Kronen.
Die exakte Runde liegt bei komoot zur Einsicht bereit.