Hochwaldmärchen und Entlang der Schiene
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Nach einem nur mit Mühe unterdrückten Brechanfall ob des am Abend des Wahlsonntags verkündeten Ergebnisses bin ich im Web über zwei (eigentlich vier) bemerkenswerte Kurzfilme gestolpert, die ich als tröstlich empfand und hiermit sogleich weiterreichen möchte.
Weil sie einer wie der andere wunderschön sind und wir nach dem gestrigen (ja, doch erwartbaren) Fiasko mehr denn je das Schöne, Verbindende und Menschliche betonen sollten, statt immer noch mehr Ärger zu produzieren.
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Hochwaldmärchen / Leben am Fließ / Die Schmerzen der Lausitz
Die drei DEFA-Dokumentarfilme von Peter Rocha eröffnen uns einen stimmungsvollen, oftmals poetischen Blick auf die Lausitz zum Ende der DDR (1987-1990). Thematisiert werden die Menschen, deren Heimat zunehmend zwischen Tagebauen und Kraftwerken verschwindet, die sorbische Kultur und das, was von der sie umgebenden Natur noch übrig ist. Wir schauen auf eine Landschaft im Wandel. (via)
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Entlang der Schiene - Ansichten eines Streckenläufers
Ein Mann, seine tägliche Strecke und die Landschaft – Die 45-minütige Dokumentation von Hans-Otto Wiebus führt uns in das Jahr 1991 zurück. Im Mittelpunkt steht Erhard Jahns, ein Streckengeher der Deutschen Reichsbahn, der täglich die Gleise zwischen Themar und Grimmenthal kontrolliert. Die DDR ist seit kurzem Geschichte und Jahns weiß, dass sein Beruf mit der Deutschen Reichsbahn verschwunden wird. Mit Blick auf den Umbruch und das Verschwinden einer ganzen Epoche wird zugleich ein schönes, unaufgeregtes Bild des Werratals gezeichnet.
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Lehnen wir uns doch für einen Moment zurück und schauen auf das, was die Altvorderen dazumal beschäftigt hat, atmen einmal tief durch und zelebrieren Zuversicht.