Rappelsnut

Wandern, Punkrock und der ganze Rest

Eine Platte macht meinen Sommer

Eine nigelnagelneue Punkrock-Platte macht meinen Sommer. Ein Album, erstellt mit jeder Menge Herzblut und voller rotziger Unbekümmertheit – es ist das pure Hörvergnügen.

The Fags – No matter what they say

Wer glaubt, erstklassiger und schnörkelloser Drei-Akkorde-Punk kommt nur aus New York oder London, der hat die Rechnung ohne das beschauliche Duggingen im Schweizer Kanton Basel-Landschaft gemacht. Nach 20 Jahren im Underground beweist das dort beheimatete Duo The Fags mit seinem brandneuen Album „No matter, what they say“, dass echter Ramones-Vibe und rotziger Pop-Punk auch im Jahr 2026 quicklebendig sind. Seit ihrer Gründung im Jahr 2006 zieht die Band – bestehend aus Veteranen der lokalen Szene – ihr Ding konsequent durch und konvertiert mit Vorliebe Mundstuhl gurgelnde Hipsterärsche zu treuen und gerechten Punkrock-Seelen.

Das neue Album bleibt der strikten Do-it-yourself-Philosophie der Schweizer treu: Es ist ein ungeschöntes, ehrliches und lautstarkes Lebenszeichen an alle Kritiker und Zweifler. Soundtechnisch besinnen sich die Musikanten voll auf ihre musikalischen Wurzeln und Vorbilder wie The Queers, Screeching Weasel oder Teenage Bottlerocket. Die Songs sind kurz, knackig, kommen ohne jegliche Studio-Spielereien aus und setzen ganz auf Lo-Fi-Gitarrenwände sowie hymnische Melodien über die ewigen Themen Jugend, Frust, Liebe und Herzschmerz.

Kurzum: „No matter, what they say“ (11 Titel, 24 Min., Reinhören geht bei Bandcamp) ist in Summe ein herrlich sympathisches Stück Schweizer Underground-Kultur und ein Pflichtkauf für solch Menschen, die ihren Punkrock am liebsten primitiv, schnell und verdammt eingängig mögen.


So weit, so gut, ihr wisst Bescheid. Und kommt hoffentlich gut durch den Sommer!

Beatmusik, punkrock


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