Rappelsnut

Wandern, Punkrock & der ganze Rest

Das Frühstück auf dem Gohrisch

Punkt vier Uhr der Wecker, ein Bohnenkaffee und vier Uhr fünfundvierzig die Abfahrt. 22 Minuten bis zum Waldparkplatz und 20 Minuten der Pfad nach oben (der Ostaufstieg, der direkte Anlauf). Halb sechs fiel dann der Startschuss zum Frühstück – ganz oben auf dem Gohrisch.

Stockdunkel und finster war das, der Mond hat sich hinter den Wolken versteckt, einzig die Kegel der Taschenlampen brachten Licht in den Busch. Wider Erwarten war der Pavillon noch frei, keine Schnarchmützen weit und breit – der Tisch war schnell gedeckt. Wir waren die ersten all der Leute, die sich zum Sonntag den Sonnenaufgang in der Natur gönnen wollten.

Und ja, der gelang auch ganz leidlich, ganz im Osten riss die Wolkendecke auf und bot ein strahlendes Rot – insgesamt ein wunderschönes Bild war das. Man schaut hinüber zum Papststein und weiter über die Schrammsteine bis hin zum Lausitzer Gebirge. Dazu das feine Allerlei vom reich gedeckten Tischtuch, das allgemein Beachtung fand und immer freundlich kommentiert wurde.

Nun gut, der lichte Moment war nicht von Dauer, ein kurzer Schauer ergab sich auf dem Gipfel und die Menschen in der Hütte, sie drängten sich zusammen, denn plötzlich wollten viele hinein – bis ein plötzlicher Sturmwind den Wolken endgültig den Garaus machte.

Sehr schön war das im Rückblick dort oben, mit wenigen, sehr angenehmen Menschen und unserer Freundin S. aus Hamburg, die sich dieses seltene Frühstück gewünscht hatte und wie Bolle darüber freute.

elbsandstein, sommer, wanderlust


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