Zur Stadtratswahl in Pirna

1 Min Lesezeit

Am vergangenen Sonntag fanden vor Ort neben der Neuwahl des Europäischen Parlaments auch die Kommunal- und Kreistagswahlen statt. Das Ergebnis der Stadtratswahl für Pirna steht im Kontext zum gesamtsächsischen Fiasko und lässt sich kurz und knackig auf den Punkt bringen: Es ist beschämend. Die Abdrift in die nationalistische Ecke scheint unaufhaltsam, Dummheit und Bosheit grassieren in erheblichem Ausmaß.

Unabhängig davon gilt es einstweilen, den Willen der Bürger*innen zu respektieren. Demnach setzt sich der neue Stadtrat wie folgt zusammen:

  • fünf Sitze für die CDU (17,1%)
  • fünf Sitze für die Freien Wähler (19,3%)
  • fünf Sitze für die AFD (19,6%)
  • drei Sitze für Die Linke (11,2%)
  • drei Sitze für die Wählervereinigung „Pirna kann mehr“ (9,9%)
  • zwei Sitze für Die Grünen (9,1%)
  • zwei Sitze für die Pirnaer Bürgerinitiative (6,6%)
  • ein Sitz für die SPD (5,2%)

Die NPD ist im neuen Rat nicht mehr vertreten – das ist die gute Nachricht. Wer die Zahlen für Pirna im Einzelnen (auch sortiert nach Stadtbezirken) einsehen möchte, schaut bitte hier. Die Ergebnisse der Kreistagswahlen für den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge finden sich hier sind leider nicht mehr verfügbar.

Rappel

Kaffee immer schwarz. Punkrock und Tattoos. Nichts mit Menschen. Dafür die See und die Berge. Und der Wald. Wanderlust. Bei jedem Wetter und überall.

6 Kommentare

  1. Danke. War schon in Thüringen geschockt genug. 40% III.Weg Erfurt-Herrenberg sind noch grusliger als die 19% NPD in Schöna. Habe mir dann Pirna gar nicht mehr anschauen wollen.

    • Verständlich, die Zahlen sind gleichermaßen krass. Hier auch in Bautzen, Görlitz etc … Nicht zu vergessen ist auch das Abschneiden der Freien Wähler und anderer suspekter Wählervereinigungen, die über ihre Listen teils üblen Figuren zu einem Sitz im Rat verhalfen.

  2. Da hat die Propagandamaschine der Russen ja richtig gut bei den Randtschechen funktioniert. „Sorry ich bin leicht überreizt!“

    • So ist das wohl. Diese unverholene, krude Russland-Freundlichkeit der Rechten war mir schon immer suspekt. Putin dürfte sich vergnügt die Hände reiben …

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