Rappelsnut

Wandern, Punkrock und der ganze Rest

Zur Hexenburg und ins Wesenitztal

Karsamstag also. Wir waren zu fünft und starteten in Lauterbach (bei Stolpen) zu einer erquicklichen Runde im Stolpener Land. Am Sportplatz wurde geparkt, und an der Kirche vorbei ging es zum Ortsrand und dann, immer schön durch das offene Land, hinüber zur Hexenburg nach Bühlau.

Das burgartige Bauwerk gilt es, ob seiner Lage, seiner Geschichte und der Architektur, stets aufs Neue zu bewundern. Es geht geht auf den Ziegeleibesitzer Carl Gottlieb Wustmann (1811-1884) zurück, der dort um 1850 eine Dampf-Mahl- und Schneidemühle mit Brotfabrik etablierte, die heute als seltenes Zeugnis höchster sächsischer Industrie- und Baukultur im ländlichen Raum einzuordnen ist. Die Anlage wird derzeit wieder aufgebaut und erweitert, Eigentums- und Ferienwohnungen sollen entstehen neben dem jetzt schon vorhandenen Reitzentrum.

So weit, so gut. Wir querten das Dorf und liefen weiter Richtung Großharthau. Unweit einer prächtigen Linde findet sich ein Rastplatz mit schönem Ausblick – wir gönnten uns ein Picknick. Schließlich war es längst Mittag, das mitlaufende Kind musste bei Laune gehalten werden und zu schwatzen gab es ohnehin genug. Wir verweilten jedoch nicht zu lange und wanderten weiter, zuerst in das Wesenitztal hinunter (bis zum Schlosspark Großharthau) und dann, mal mehr oder weniger dicht am Flusslauf, zurück bis zur Buschmühle. Von dort ging es dann wieder hinauf in das offene Land und letztlich zum Ausgangspunkt am Sportplatz in Lauterbach zurück.

Was schön war: das Storchenpaar auf dem Schornstein der Hexenburg. Das Werk der Biber im Wesenitztal. Das zarte Grün überall. Und die Ruhe auf den Wegen (wir trafen lediglich zwei Menschen, der eine hatte das Rad dabei und der andere seinen Traktor).

Nicht so schön: Es hätte etwas wärmer sein können, die Sonne machte sich rar und auf den Höhen wehte ein eisiger Wind.


PS: Auch diese Wanderung wurde wieder getrackt und ja, aufmerksamen Leserinnen wird es nicht entgangen sein, wir sind diese schöne und kurzweilige Runde vor Jahresfrist schon einmal gelaufen – dazumal mit zwei Labradoren und bei ähnlich niedrigen Temperaturen.

Und last but not least: Frohe Ostern allerseits!

6 Antworten zu „Zur Hexenburg und ins Wesenitztal“

  1. Avatar von derbaum

    ich erinnere mich – ich war da auch dort zu gangen ?

    1. Natürlich. Das sagst du immer. :)

      1. Stimmt! Ich erinnere mich. :)

  2. Die Tour klingt gut. Und die Wesenitz ist dort am schönsten???
    Ich werde das mal testen ;-)

    1. Mach das mal. Es gibt natürlich viele schöne Stellen an der Wesenitz, der Liebethaler Grund, die Lohmener Klamm oder auch bei Dürrröhrsdorf. Das hier erwähnte Stück ist m.E. besonders schön. :)

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