Zum Kleinen Prebischtor


Es gibt so Orte, da muss man ab und an vorbeischauen. Sechs Jahre sind eine gute Zeitspanne, um die Dinge wieder in Augenschein zu nehmen. Diese Dinge standen gestern für Hohenlaipa (Vysoká Lípa), die Felsenburg Schauenstein und das Kleine Prebischtor. Wir sind also ins Böhmische gefahren und dort eine schöne Runde gelaufen. Startpunkt war der Parkplatz am Hotel „Lipa“ in Hohenlaipa.

Bemerkenswert dazu: Die Anfahrt von Hřensko (Herrnskretschen) führt durch das vom Waldbrand zerstörte Gebiet – eine wüste Brandbrache, die einen erschreckenden Eindruck des Geschehens im vergangenen Sommer vermittelt.

Wir liefen den Ort hinunter und aus diesem hinaus, um alsbald zum ersten Höhepunkt der Runde, der Felsenburg Šaunštejn („Schauenstein“, auch „Hohenleipaer Raubschloss“) zu gelangen. Diese war im vergangenen Jahr einige Monate gesperrt (es erfolgte die Rekonstruktion des Aufstiegs und die Sanierung eines Felsblocks, der ein Risiko darstellte) und musste also in Augenschein genommen werden.

Das Ergebnis kann sich meines Erachtens sehen lassen – man ging augenscheinlich auf Nummer Sicher, was verständlich ist, angesichts der vielen Besucher:innen, die den Berg über das Jahr erklimmen wollen (zum Vergleich: hier finden sich die Bilder aus dem Jahr 2016).

Nach dem Abstieg (es gibt immer noch zwei steile Leitern, die nicht jedem gefallen dürften) ging es weiter – auf schönem Pfad zum ca. 500 m entfernt gelegenem Felsentor. Das Kleine Prebischtor (es gibt derer einige in der Sächsisch-Böhmischen Schweiz) ist eine natürliche Sandstein-Felsbrücke und etwa 2,30 m hoch. Eine Leiter führt hinauf zur Plattform, von der sich ein schöner Blick auf die umliegende Landschaft eröffnet.

Damit ist der attraktivere, teils spektakuläre Teil der Wanderung erlaufen. Der Rückweg erfolgt auf bequemen, streckenweise asphaltierten Forstwegen, die letztlich, durch den Soorgrund und vorbei am Zámeček (Schlösschen, ein ehemaliges Jagdschloss), zum oben genannten Ausgangspunkt zurückführen (komoot).

Das Kleine Prebischtor

Im Fazit ist diese eine sehr gefällige, im zweiten Teil etwas Ausdauer erfordernde Runde im Böhmischen. Zum gestrigen Freitag trafen wir nur auf wenige Menschen, die es uns gleichtaten. So wird das an den sonnigen Wochenenden wohl nicht sein – insbesondere um die Felsenburg und das Felsentor dürfte dann der Bär steppen.

2 Antworten

  1. Avatar von derbaum
    derbaum

    also die burg hammse ja versclimmbessert – da sieht man vor ‚gehwegen‘ keine felsen mehr ?
    und sonst gilt immer noch was ich schon 2016 schrieb!

    1. Nun ja, es ist halt schwierig mit dem Tourismus, hüben wie drüben, da steht Meinung gegen Meinung. Und sonst gilt immer noch, was ich schon 2016 schrieb: Ein Abstecher ins Böhmische lohnt immer. :)

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