Zum Hohen Schneeberg

Der Hohe Schneeberg (Decínský Snežník) ist auch solch ein Ort, den der mensch wenigstens einmal im Jahr aufsuchen muss. Ich mag ihn, wie er da so liegt im freien Gelände und alles überragt. Dieser riesige Tafelberg. Mit seinem weitläufigen Plateau, auf dem sich vortrefflich spazieren lässt, und dem flachen, vom Wind gebeugtem Wald. Dazu die Ausblicke … Mit seinen 723 Metern ist der höchste Berg im Elbsandsteingebirge. Sie wissen das natürlich.

Wie gesagt, ich war schon oft dort oben und habe auch oft genug darüber berichtet – von daher fasse ich mich kurz. Startpunkt war einmal mehr der Parkplatz an den Zollhäusern in Rosenthal. Ich lief zum Grenzübergang am Eulentor, weiter zum Dorf Sněžník (Schneeberg) und dann hinauf bis zum Gipfel. Dort gilt es natürlich am Schneebergturm (ein Foto) anzuschlagen. Der ist 33 m hoch, 157 Jahre alt und zählt zu den schönsten Aussichtstürmen Tschechiens. Nach einer netten Runde auf dem Plateau begab ich mich auf den Rückweg, der, abgesehen von einem kurzen Schlenker im Wald, dem Hinweg entsprach (komoot).

Die Route verläuft überwiegend auf ruhigen Forstwegen- und Straßen. Viel Asphalt, viel Latscherei – könnte man missgelaunt resümieren. Ich sehe das eher positiv: Ein guter Weg zum Ausschreiten, “Kilometer fressen” und die Seele baumeln lassen.

Das Wetter war so: Viel Wind, viele Wolken, kaum Sonne, aber trocken. Das Licht war mies.

Wer an einer Einkehr interessiert ist: Das Bistro am Turm hatte geschlossen. Hingegen bot das Restaurace an der Aussicht einen Kioskverkauf, der allerdings ein Übermaß an Zeit und Geduld verlangte (also ohne mich). Und was mich tatsächlich sehr betrübte: Die Kammbaude (oben im Bild und am Fuße des Schneebergs gelegen) hatte ebenfalls noch nicht geöffnet. Nun ja.

So war das alles, an diesem Freitag vor Pfingsten.

Geschrieben von
Rappel
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