Zum Eulengrund und über die Dörfer

Eine Spritztour in den Frühling

Im Süden der kleinen Stadt, im Seidewitztal, liegt Zehista. 15 Minuten braucht es dorthin, ganz gemütlich mit dem Rad und von der Altstadt gerechnet. Sprich von der Haustür. Man kann dann dort den Eulengrund in Augenschein nehmen, eine flache Senke, die, immer entlang des letztlich in die Seidewitz mündenden Meusegastbachs, am Hang verläuft. Das ruhige, inzwischen weitgehend renaturierte Seitental punktet mit Ruhe, Wald und Natur.

Unlängst wurde im Lokalblatt auf den idyllischen Grund verwiesen: Es gibt demnach Streitigkeiten um die Zuständigkeit für die Entsorgung von Altlasten im Gelände, das einst von der NVA als Munitionsdepot genutzt wurde (derzeit rotten dort wohl immer noch Munitionsreste vor sich hin, leere Raketenhüllen und solch Zeugs). Ich nahm den Beitrag ( Bezahlschranke) zum Anlass, den mir bis dato unbekannten Grund (nicht zu fassen!) in Augenschein zu nehmen.

Er ist tatsächlich sehr hübsch, nur gelegentlich, insbesondere um die nicht abgeschlossene Baustelle zur Erneuerung des Bachlaufs herum (der Kampfmittelbeseitigungsdienst verfügte nach dem Fund der Munitionsreste die Einstellung der Arbeiten), lässt sich erahnen, was dort noch in der Erde schlummert – es ragt einiges aus dem Erdreich heraus. Was zu dem interessant ist: Von den sechs ehemaligen Munitionsbunkern (die Standorte sind nicht zu übersehen) steht heute nur noch einer – er wurde zum Fledermausquartier (ein Foto).

So weit, so gut, oder eben auch nicht. Es heißt, die Verantwortlichen würden an der Lösung des Problems arbeiten. Schauen wir mal …

Mein Plan, mit dem Rad am Bach hinauf nach Krebs zu kommen, schlug dann allerdings fehl: Der Pfad wurde zusehends schmaler und endete im Unterholz. Ich kehrte daher um und nahm den Feldweg anbei, um auf die Höhe zu kommen.

Es galt, die Runde ein wenig auszudehnen. Also schön über die Dörfer – Krebs, Meusegast, Burkhardswalde – dazu sinnierte der mensch kurz an den verbliebenen Grundmauern des Belvederes zu Wesenstein und genoss die Ausblicke zwischen Donnerberg und Kanitzberg. Danach fuhr ich durch den (arg mitgenommenen) Dürrleitengrund ins Seidewitztal hinunter, um zum Ausklang – und in gebotener Gemütlichkeit – nach Pirna zurückzurollen.

Was schön war: Die alten Wege durch die Felder und Wiesen. Die Ausblicke im offenen Land. Das Stück Natur im Eulengrund. Und natürlich – es blüht der Raps – das leuchtende Gelb unter dem azurblauen Himmel.

Wer mag, schaut – wie gehabt – auf die genaue Route bei komoot.

Rappel

Guten Tag. Das bin ich und dies ist mein Weblog. Ich schreibe hier über das, was schön war. Oder immer noch schön ist. Zumeist jedenfalls. Wer mitliest, ist willkommen und eingeladen, die Dinge freundlich zu diskutieren.

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2 Kommentare

    • Die mangelnde Popularität hängt wohl auch damit zusammen, dass man ihn lange nicht betreten konnte. In das Wegenetz eingebunden ist der Grund ja auch nicht. Aber das wird vielleicht noch …

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