Zehn Tage im Westen


Hamburg, Düsseldorf, Essen

Der Resturlaub, das Dutzend Tage, ein Städtetrip. Schon länger geplant und zum Teil auch überfällig. Aber nun wurde das, in diesem grauen November. Erst Hamburg, dann Düsseldorf und danach Essen. Wir besuchten uns gut bekannte Menschen, erliefen die Metropolen nach Lust und Laune und bestaunten die Dinge. So Sachen halt, die der mensch im Urlaub macht. Und im Fazit lässt sich sagen: Es waren zehn gute Tage.

In Hamburg


Die Unterkunft in Harburg. S. und die Straße, in der sie lebt. Vieles ist mittlerweile vertraut. Der Bäcker, der Späti, die Kneipen und der Wald anbei. Wir besuchten Strand Pauli, tanzten stundenlang auf einer Barkasse (Frau Hedis Tanzkaffee mit DJ Malinka – der Balkan ließ grüßen!) und spazierten durch das nächtliche Hamburg.

Dazu kam so ein wenig Touri-Programm: Mit dem Konzerthaus am Wasser, dem alten Tunnel, den Jan Maat schon vor 35 Jahren gequert hat, dem Hamburg Dungeon und einem exzellente Espresso in der Kaffeerösterei in der Speicherstadt. Zuletzt dann immer die Theke bei Angelo (in Heimfeld). Wat mutt, dat mutt.

In Düsseldorf


Das Rheinland also, Düsseldorf und Köln. G. gab uns Quartier, es galt viel zu besprechen. Dazu der obligatorische Stadtspaziergang (wir machen das wirklich gerne, zumal in mir bis dato unbekannten Städten): der Medienhafen, die Altstadt, das Schauspielhaus.

Mit kurzem Stopp am Ratinger Hof (also am neuen Hof, der dem Vernehmen nach wieder als Konzertsaal genutzt wird, mit Gedenkminute und Kappe ab) und einer Einkehr, das Altbier natürlich. Gewandert wurde auch, ein wenig jedenfalls – in der Urdenbacher Kämpe am Rhein, einem kleinen Paradies für die Vogelwelt.

In Köln


Was man eben so erlaufen kann an einem Tag. Der Dom natürlich, die eindrucksvolle Hohenzollernbrücke, die Promenade am Rhein und das Zentrum. Hier einen Kaffee mit Halven Hahn, dort (erstmalig!) ein frisch gezapftes Kölsch. Die urigen Brauhäuser, wie auch schon in Ddorf. Das Regionale eben, das Bier und die Küche. Und wenn man noch gar nichts kennt: Immer erstmal die Klassiker machen. Zu viert waren wir und kamen aus Düsseldorf – für einen schönen und sonnigen Tag in der verbotenen Stadt.

In Essen


Schnell umgesetzt und dort nur noch zu zweit. Um weiter von der Pott-Luft zu schnuppern. Essen-Holtenhausen, eine nette, kleine Ferienwohnung. Der Bäcker Peter, die Currywurst beim Xaver, ein Wochenmarkt. Wir machten auf Industriekultur, erkundeten Tiger und Turtle und den Landschaftspark Duisburg-Nord. Und staunten.

Ein weiterer Punkt auf der Liste: das Gasometer Oberhausen. Mit sehenswerter Ausstellung und Aussicht von ganz oben – der halbe Pott liegt einem zu Füßen.

Der nächste Tag, wir blieben neugierig. Und hatten noch Zeit und Muße. Zuerst für die Zeche und im Anschluss für Chagall, Matisse und Miró. Beides bedarf eines neuerlichen Besuches, weil alles an einem Tag war dann doch zu viel des Guten. Allein, was wir sehen konnten – das war hochinteressant.

Am zehnten Tag galt es heimzufahren. Wir stoppten noch kurz am Colani-Ufo, den Lüntec-Tower muss der mensch gesehen haben, denn er ist einzigartig. Dann warfen wir das Handtuch, die Aufnahmekapazität, Sie ahnen es, sie war erschöpft.

Was schön war


Alles. Das Wiedersehen mit den Freundinnen, die neuen Bilder, die vielen Eindrücke. Die Betten und Kneipen in den geschichtsträchtigen Metropolen. Dazu die offenen und freundlichen Menschen. Das Gute am Urlaub im November: Es ist nirgends voll, kein Gedränge, alles ist entspannt. Und auf das Wetter war Verlass: November eben.

Wir kommen gerne wieder.

4 Antworten

  1. Avatar von derbaum
    derbaum

    das klingt sehr gut! und mit der aufnahmefähigkeit – wem sagst du das! manches kenne ich, manches gut, vieles gar nicht. aber es gibt so viel zu entdecken – auch im november…

    1. Avatar von Rappel
      Rappel

      Unbedingt. Wir werden das bestimmt noch einmal machen, die Liste ist umfangreich.

    2. Avatar von derbaum
      derbaum

      gelle :-)

  2. Avatar von Rappel
    Rappel

    Die Katze Motte sagt, wir können ruhig fahren, sie kümmert sich. :)

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