Um und auf den Kottmar

Der Sonntag ist ein Wandertag und wir haben ihn genutzt, um ins Lausitzer Bergland zu fahren und den uns bis gestern unbekannten Kottmar (583 m) zu erlaufen. Startpunkt unserer Zehn-Kilometer-Runde war die markante und sehr schön gelegene Bockwindmühle auf dem Pfarrberg in Kottmarsdorf (Foto oben). Zuerst läuft man durch Felder direkt auf den Berg hinzu, dann taucht man ein in den Kottmarwald und gelangt später, auf meist bequemen Wegen, hinauf zum Gipfel.

Blick von der Kottmarschanze nach Norden

Das Areal der Kottmarschanzen, an der Nordseite des Massivs gelegen, ist relativ schnell erreicht. Von dort führt ein steiler (zur Zeit vom Holzeinschlag in Beschlag genommener) Pfad direkt zum ehemaligen Gasthaus auf dem Gipfel. Dieses ist schon seit 2008 geschlossen und macht, gemeinsam mit dem nicht mehr begehbaren Aussichtsturm, einen arg mitgenommenen Eindruck – das marode Ensemble scheint dem Verfall anheimzufallen.

Rasten und schauen kann man dort oben trotzdem trotzdem, und zwar sehr schön, wenn man ein Stück weiter geht zum Schanzenturm. Dort findet sich eine nett gelegene Bank, die einen tollen Blick über die Schanzen und das nördlich des Berges gelegene Umland bietet.

Chillen am Dreiländerblick

Für den Abstieg wählten wir die Südseite des Kottmars. Nach einem Abstecher zum Dreiländerblick liefen wir zunächst zur (ausgewiesenen) stärksten Fichte des Kottmarwaldes, die mit immerhin drei Metern Umfang, einer Höhe von 38 Metern und stolzen 250 Jahren punkten kann.

Letzter, kleiner Höhepunkt am Kottmar war die höchstgelegene Spreequelle (wir wissen, es gibt drei davon), die mir jedoch, mit einer zum Ehrenmahl gestalteten Fassung und dem nur spärlichen Rinnsal, mitnichten gefiel. Nun ja, es ist eine Krux mit all diesen Quellen, die man meint gesehen haben zu müssen.

Zuletzt ging es, dann wieder im offenen Gelände, über den Pfarrweg zur Mühle nach Kottmarsdorf zurück. Eine schöne Runde war das, interessanter und mit deutlich mehr Liebreiz am Berg als neulich der Besuch auf dem Sibyllenstein.

Der Autor

Rappel

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Kaffee immer schwarz. Punkrock und Tattoos. Nichts mit Menschen. Dafür die See und die Berge. Und der Wald. Wanderlust. Bei jedem Wetter und überall.
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2 Kommentare zu “Um und auf den Kottmar”

  1. schön da in der lausitz – sowieso! (auch wenn ich auf dem kottmar noch nicht war – rundum hab ich schon einige im oberland erstiegen ;-) ) – und ich weiss nicht ob ich latermilde werde oder was – ich mag im augenblick die lichten höhen auch lieber als die dunklen klüfte…

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