Alexander Perrin: A Short Trip

Bergauf, bergab und geradeaus auch. Anhalten, Türen öffnen, Leute ein- und aussteigen lassen. Mit einer schönen, alten Straßenbahn durch die Landschaft fahren kann ich gut … Einen Leuchtturm gibt es auch – der ist wichtig.

A Short Trip ist eine von Alexander Perrin liebevoll inszenierte, interaktive Illustration. Probiert es einfach aus. Dazu bitte die Lautstärke erhöhen und mittels Pfeiltatsten links und rechts navigieren.

Kurzfilm: A Single Life

Eine mysteriöse Schallplatte erlaubt es Pia, durch die Zeit zu reisen.

Der sehenswerte und oscarnominierte Animations-Kurzfilm entstand in den Niederlanden – im Animations-Studio Job, Joris & Marieke, welches nach den drei Animations-Künstlern Marieke Blaauw, Joris Oprins und Job Roggeveen benannt ist. (via)

Die Weite suchen

Familie Schuster aus Leipzig, im Sommer 1987. Der Trabant voll bepackt mit Gepäck, Lebensmitteln und diversen Ersatzteil-Geschenken. Eine Privatunterkunft an der Ostsee, unmittelbar an der damaligen innerdeutschen Grenze. Schlange stehen, die “Sachseninvasion” und die üblichen Tauschgeschäfte. Im Windschutz am Strand, weit draußen die unerreichbaren Fährschiffe. In unmittelbarer Nähe zur Grenze ticken die Uhren anders als im Rest der DDR. Also die Volkspolizei und die Beobachtungstürme der Grenztruppen. Schwimmhilfen jeder Art sind verboten, Misstrauen und Vorurteile auf allen Seiten …

Wir erinnern uns, und irgendwie haben viele dieser Klischees ja doch ihre Berechtigung – von daher kann man das schon so machen. “Die Weite suchen” ist also durchaus als ein ernstzunehmender, bemerkenswert gezeichneter Dokumentarfilm über den Urlaub in der DDR zu werten.

[…] Privaturlaub an der Ostsee war in der DDR etwas ganz Besonderes. Es war ratsam, alle nötigen Lebensmittel selbst mitzubringen. Mit der DDR-Währung, der sogenannten Alu-Mark, konnte man eine solche Privatunterkunft selten mieten. Begehrte Tauschwaren machten jedoch vieles möglich. Vater Schuster konnte dem Vermieter etwas Besonderes bieten. Als Kfz-Schlosser tauschte er kostbare Trabi-Ersatzteile für die Unterkunft in einer umgebauten Hinterhofgarage. Quasi als “Eintrittskarte” für zwei Wochen Strandurlaub.

Der autobiografische Anima-Dok-Film begleitet Familie Schuster durch ihren Urlaubsalltag in der DDR. Ein ehemaliger Grenzer berichtet von seiner Arbeit, Einheimische erläutern die “Invasion” der Sachsen in den großen Ferien und die Familie selbst kommt ebenfalls zu Wort. Persönliche Erinnerungen, Interviews und eingestreute Fakten verschmelzen in Falk Schusters Film zu einem gezeichneten Reisetagebuch. Die längst vergangene Fahrt erwacht durch den skizzenhaften Strich wieder zum Leben und lässt Familie Schuster noch einmal nach der Weite suchen.

Oben eingebunden seht ihr nur den Trailer. Der Film selbst findet sich zur Gänze (30 Minuten) in der MDR-Mediathek. (via)

By the river

Knappe zwei Minuten Auszeit. Wir sehen und hören: die Amsel, den Eisvogel, Schwalben und Mauersegler sowie ein Paar Stieglitze.

Wunderschön animiert und Balsam für die Ohren. Interessant zudem – nicht nur für die Kinder.

The Old New World

Eine Steampunk-Zeitmaschine nimmt uns für gute drei Minuten mit auf die Reise in das Amerika der frühen 1900er Jahre …

“The Old New World” ist ein auf alten Fotografien beruhendes Animation-Projekt von Alexey Sakharov (der Mann lebt und arbeitet in Moskau als Fotograph und Animationskünstler). Die Original-Fotos zeigen Ansichten von New York, Boston, Detroit, Washington, D.C., und Baltimore zwischen 1900 und 1940. Sie stammen allesamt von Shorpy – einer hier im Blog schon vor Jahren empfohlenen und immer noch tagtäglich aktualisierten Website.

Ganz großes Kino, wunderschön umgesetzt und gewiss nicht nur für Freunde historischer Fotografien interessant. (Tipp via)

Nowhere Line: Voices from Manus Island

Nowhere Line: Voices from Manus Island (15,16 Min.) ist ein mit Hilfe von Crowdfunding entstandener Animationsfilm von Lukas Schrank.

Thema ist der grausame und unerträgliche Alltag im berüchtigten Auffanglager „Manus Island“. Dieses liegt auf einer Insel vor der Küste Papua-Neuguineas – Australien “beherbergt” dort seine Asylsuchenden. Aufnahmen von Telefongesprächen mit zwei Flüchtlingen aus dem Lager schildern deren Flucht sowie die Ereignisse eines blutigen Konflikts, der in einer Februarnacht anno 2014 eskalierte (mit englischen Untertiteln).