Spazierbilder

Wir sehen hier zehn Spazierbilder der vergangenen sieben Tage.

Der mensch ist noch nie soviel spaziert wie in diesen Tagen der verordneten häuslichen Bereitschaft. Also richtig spaziert, im feinen Zwirn durch die Stadt, mit Hut und blank gewienerten Schuhen, gerne auch die Dame an der Seite. Immer bei Himmelblau, immer bei Sonnenschein – der Frühling meint es besonders gut in diesem Jahr. Und immer in Pirna, die Altstadt natürlich, das wohnliche Umfeld.

Die Gedanken kreisen, und täglich grüßt das Murmeltier. Ich erwäge die Beschaffung von Gehrock, Stock und Zylinder, um dem Idealbild des klassischen Spaziergängers etwas mehr zu entsprechen. Riesen-Koteletten inklusive, versteht sich.

Geschrieben von

Rappel

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Kaffee immer schwarz. Punkrock und Tattoos. Nichts mit Menschen. Dafür die See und die Berge. Und der Wald. Wanderlust. Bei jedem Wetter und überall.
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14 Kommentare zu “Spazierbilder”

  1. jaaaa, das stelle ich mir gut vor. gehrock und stock! und der canaletto hält die szene fest – langsam genug ist sie ja!

    danke für den spaziergang zu wohlbekannten, derzeit unerreichbaren orten!

  2. Das sieht ja auch ganz schön schön aus da, wenn es natürlich mit Flanören in standesgemäßer Ausgehuniform sogar noch schöner wäre. Ich grüble grade, aber nein, in Pirna war ich auch noch nie. Falls zu meinen Lebzeiten dieser Ausnahmezustand noch mal aufgehoben wird, ist eine Reise in diesen Landstrich dringend fällig.

      1. Nein, wir hatten damals die Räder im Auto bis zu unserem Campingplatz transportiert und sind dann mit Ausnahme eines Abstechers ins Bielatal nur auf der nördlichen Elbseite geblieben. Aber ich hab bei Herrn Baum und dir mittlerweile so viel Reizvolles aus eurer Ecke gesehen, dass ich fürchte, selbst wenn mal wieder irgendwann ein paar Wochen Urlaub am Stück drin sind, reicht das hinten und vorne nicht. Ein Sandstein-Sabbatical, das wär es wohl, so ein halbes Jahr oder ein bisschen mehr gaaaanz langsam von Dresden bis Zittau mäandern …

        1. macht nix ;-) — aber mal so zum nachdenken – ich wohne seit (fast) 60 jahren hier, kenne die steine seit meinem 2. lebensjahr und habe lange nicht alles entdeckt – wie lange wolltest du hier urlaub machen? ;-)

    1. Danke, und das gilt auch für euch: Gesund bleiben und weiter leckere Hefezöpfe backen. Die Menschen hier halten sich tatsächlich daran, überwiegend, und vor allem dann, wenn das Wetter mies ist.

      1. ans drinbleiben vielleicht nicht – aber ans abstand halten auf alle fälle. ich hab in den letzten tagen nichts gegenteiliges bemerken können – alle sehr entspannt und distanziert.

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