Sebnitztal und Gickelsberg

Sonntag war Wandertag! Die Prognose sah gut aus. Wir schnürten die Schuhe, sind nach Lohsdorf gefahren und eine schöne Runde gelaufen. Das Sebnitztal, das Schwarzbachtal und der Gickelsberg – das alles galt es zu erlaufen. Los ging es am belebten Bahnhof der Schmalspurbahn, die an diesem Sonntag wohl auch tatsächlich gefahren ist.

Zumindest schien das so, denn wir ließen das kleine Spektakel komplett außen vor (zu viele Leute, zu viel Rummel, all das behagte uns nicht) und liefen in das Schwarzbachtal hinein. Nach kurzem Weg ging es dann links hinauf nach Ulbersdorf. Hier begann der Regen, der uns auf gut der Hälfte dieser Wanderung begleiten sollte. Wir querten den Ort, fanden ihn ganz nett und beschaulich und stiegen hinab in das Tal der Sebnitz.

Der Regen wurde intensiver, die Zuflüsse und auch die Sebnitz selbst waren gut gefüllt und plätscherten ordentlich dahin. Der schmale Weg im Tal ist durchweg spannend. Es führt, in stetem Auf und Ab, durch diverse Eisenbahnbrücken und immer wieder über den Fluss (besonders abschüssige und enge Stellen sind mit Ketten versichert). Die Luftfeuchtigkeit lag inzwischen bei gefühlten 99 Prozent, die Luft stand und mannshoch stand das Springkraut – es war der reinste Dschungel mitunter.

Irgendwann trifft das Sebnitztal auf das Schwarzbachtal. Wir liefen dieses ein Weilchen hinauf und verließen es dann, nach der Querung eines Eisenbahntunnels, über den links gelegenen Briefträgersteig. Dieser führte uns zum dicht bewaldeten Gickelsberg (414 m), der als solcher als der erstarrte Rest des Lavasees aus dem Inneren eines Vulkans einzuordnen ist (steiler Schlussaufstieg, sehr schöne Aussicht).

Der Blick vom Gickelsberg

Knappe zwei Kilometer brauchte es dann noch, um zum Ausgangsort in Lohsdorf zurückzukommen. Im Fazit war diese eine kurzweilige, etwas Ausdauer erfordernde Runde in einem abgelegenen und ruhigen Teil der Sächsischen Schweiz. Bei Interesse: Die detaillierte Route findet sich wie zumeist bei komoot.