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Rappelsnut ist ein reich bebildertes Tagebuch im Netz. Der Autor lebt in Pirna, einer kleinen, alten Stadt an der Elbe und schreibt hier über dieses und jenes, was den Alltag versüßt oder über den Tag hinaus erwähnenswert scheint. Wer mitliest, ist willkommen und eingeladen, die Dinge freundlich zu diskutieren.
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Rot für die Liebe, Rot für die Revolution.

Von Rappel 14. Mai 2015 Kommentieren 1 Min Lesezeit

Das neue (rote) Album von Tocotronic erschien am 1. Mai dieses Jahres.

Es ist das elfte Studioalbum der meinerseits sehr geschätzten Indie-Rocker und darf als ein Konzeptalbum über die Liebe verstanden werden. Die elf Songs klingen locker fluffig, sanft und beschwingt, berwiegend poppige Melodien wechseln mit eingängigen Beats. Schwere, gitarrenlastige Schrammelsounds sind kaum zu hören – romantische Streicher und Akustikgitarre dominieren. Was der Qualität jedoch keinen Abbruch tut – die Tocos haben sich nur einmal mehr erfolgreich neuerfunden. Und wunderschöne Popsongs hatten sie schon immer im Programm …

Die Texte sind gewohnt reich an Wortspielen und Zitaten, Dirk von Lowtzow besingt in ihnen die erste große Liebe, die Liebe an sich und das große Grübeln, bleibt allerdings auch nicht zur Gänze unpolitisch und trifft dabei den Nerv der Zeit genau – wie etwa in Solidarität.

Ihr/ Die ihr euch unverzagt/ Mit der Verachtung plagt/ Gejagt an jedem Tag/ Von euren Traumata/ Die ihr jede Hilfe braucht/ Unter Spießbürgern Spießruten lauft/ Von der Herde angestiert/ Mit ihren Fratzen konfrontiert/ Die ihr nicht mehr weiterwisst/ Und jede Zuneigung vermisst/ Die ihr vor dem Abriss steht/ Ihr habt meine/ Solidarität

Kurzum: die neue Tocotronic-Platte (Spotify) ist für mich ein kluges und mitreißendes deutsches Popmusik-Album, das Maßstäbe setzt. Die Kreativität der Musiker scheint unermesslich – was jetzt schon Lust und Neugierde auf die nächste Platte und natürlich auf die Tour im Herbst macht.

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Guten Tag. Das bin ich und dies ist mein Weblog. Ich schreibe hier über das, was schön war. Oder immer noch schön ist. Zumeist jedenfalls. Wer mitliest, ist willkommen und eingeladen, die Dinge freundlich zu diskutieren.

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