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Rappelsnut ist ein reich bebildertes Tagebuch im Netz. Der Autor lebt in Pirna, einer kleinen, alten Stadt an der Elbe und schreibt hier über dieses und jenes, was den Alltag versüßt oder über den Tag hinaus erwähnenswert scheint. Wer mitliest, ist willkommen und eingeladen, die Dinge freundlich zu diskutieren.

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Peter Richter: Warum mich diese Herkunft nicht fortlässt

26. Februar 2016 8 Kommentare 2 Min Lesezeit

Peter Richter, Journalist und Autor, sprach unlängst im Rahmen der traditionsreichen Reihe der Dresdner Reden zum Thema „Als Dresdner reden – Warum mich diese Herkunft nicht fortlässt“.

Wieso sieht es am Wiener Platz und auf der Prager Straße inzwischen aus wie in Bochum? Warum stehen die Häuser jetzt so prosaisch hinter den inzwischen planierten Gärten, so totsaniert, so als wären sie chinesische Kopien ihrer selbst?

Der gebürtige Dresdner (er verließ das Elbtal mit 19 Jahren) sprach über Heimatbilder, Kindheits- und Jugenderinnerungen und seine Arbeit als Korrespondent der Süddeutschen Zeitung in New York. Er blickte – gewissermaßen aus amerikanischer Sicht und jetzt im Rückspiegel – mit einer wohltuenden Distanz auf seine Heimatstadt. Dabei verstand er es auf vortreffliche Weise, das auch von mir – bei all den alten und neuen Dresdner Themen – oft seltsam und irritierend empfundene Dresdner Befinden zu benennen und dieses – gekonnt und charmant – am Ring durch die Manege zu führen. Rosenlöcher, Fontane, Kästner und Klemperer oder auch Umberto Eco – Peter Richter beruft namhafte Kommentatoren und schafft es ein differenziertes Bild der verschiedenen Gesichter dieser Stadt zu zeichnen. Er spricht vom Erbregime der sächsischen CDU, dem Streit um die Waldschlösschenbrücke und den beleidigten, stets montags im Kreis rennenden sächsischen Wutbürgern. Und das alles auf solch amüsante, kluge Weise, dass es ein reines Hörvergnügen ist.

Die Rede Peter Richters (ca. 75 min.) findet sich hier zum Download und Nachhören. Es lohnt unbedingt.


Bild: © Das blaue Sofa / Club Bertelsmann (CC BY 2.0)

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Guten Tag. Das bin ich und dies ist mein Weblog. Ich schreibe hier über das, was schön war. Oder immer noch schön ist. Zumeist jedenfalls. Wer mitliest, ist willkommen und eingeladen, die Dinge freundlich zu diskutieren.

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8 Kommentare
  1. uvs sagt:

    Die PDF zum Nachlesen gibt’s leider noch nicht :-(
    Aber die Rede nochmal zu hören (wir hatten Karten erwischt!), lohnt sich sicher!

    1. Rappelsnut sagt:

      Ja, nachlesen wäre auch schön. Ich habe mir aber die Zeit genommen und kann bestätigen: das Nachhören lohnt.

    2. Rappelsnut sagt:

      Inzwischen ist die Rede auch als .pdf verfügbar: http://goo.gl/F9shrN .

  2. derbaum sagt:

    ich habs mir mal runtergeladen. ob ichs anhöre weiss ich noch nicht. auf alle fälle danke fürs empfehlen.
    übrigens besuchen wir euer haus am 25.!

    1. Rappelsnut sagt:

      Das freut mich. Ich habe bis jetzt nur lobende Meinungen dazu gehört, es selbst aber noch nicht von vorne gesehen. Über die Spieldauer seid ihr informiert? Das wird ein langer Abend … ;)

  3. derbaum sagt:

    ja haben wir, darum gehen wir ja karfreitag! ;-)

  4. zement sagt:

    …wunderbar beleuchtend,
    deshalb hier auch gleich noch einmal meine wärmste Empfehlung für Richters Buch 89/90 … unbedingt lesen!

    1. Rappelsnut sagt:

      Ja, ich weiß. Noch nicht gelesen, aber schon lange auf dem Wunschzettel …

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