Ich habe hier schon vor Jahren das Buch von Pascal Mercier erwähnt und gelobt – von daher lag es auf der Hand, sich nun auch die aktuelle Verfilmung von Bille August anzuschauen. Und um es vorwegzunehmen: es ist ein stimmiger Film geworden, voller Melancholie und Poesie, angenehm erzählt und nicht nur mit Blick auf die namhafte Besetzung auch ansehenswert.
Erzählt wird die Geschichte des etwas verstaubt wirkenden Berner Gymnasiallehrers Raimund („Mundus“) Gregorius (57), der eines Morgens eine Frau zufällig davor bewahrt, sich von einer Brücke in den Fluss zu stürzen. Er nimmt sie mit sich in den Unterricht, doch sie verlässt das Klassenzimmer alsbald und verschwindet ebenso unvermittelt aus seinem Leben, wie sie hineingeraten ist. Zurück bleibt ihr Mantel, darin das Buch eines unbekannten, portugiesischen Autors (Amadeu de Prado) und ein Ticket für den Nachtzug nach Lissabon.
Spontan entschließt sich Raimund Gregorius, das Ticket zu nutzen, und steigt in den Zug. Er vertieft sich in die Lektüre und ist schnell von den Zeilen Amadeu de Prados ergriffen. In Lissabon angekommen, macht er sich auf die Suche nach dem Autor, und findet sich alsbald auf den Spuren einer Dreiecksgeschichte zur Zeit der portugiesischen Revolution wieder.
Man könnte im Fazit den Nachtzug nach Lissabon (Filmwebseite) ob seiner einfachen Konstruktion der Geschichte als mitunter platt, romantisierend oder gar kitschig bewerten – ich finde dies allerhöchstens im Ansatz mancher Szene bestätigt. Aber gut, ich bin vorbelastet, da mir bereits der Roman sehr gut gefiel. Und ab und an braucht der mensch solch eine Wohlfühlgeschichte.
Schaut also selbst – eure Meinung zum Film dürft ihr dann gerne hier kundtun.
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