Zur Oelsener Höhe – das geht immer. Ich kann nicht sagen, wie oft ich schon auf dem Hügel gestanden und den kongenialen Ausblick genossen habe … Und immer erwandert. Zu zweit, alleine, von Oelsen, vom Bienhof, auf dem Weg zum Sattelberg, wie auch immer. Ich mag die Einsamkeit dort oben, die Weite und die (zur Zeit noch nicht) blühenden Bergwiesen.

Gestern bin ich erstmals mit dem Rad dorthin. Natürlich von Pirna. Hin und zurück macht das (auf meiner Runde) gute 50 Kilometer. Zuzüglich der Höhenmeter, komoot hat für die Anfahrt gute 500 Höhenmeter verzeichnet. Mit dem E-Mountainbike geht das natürlich gut. Nun ja … Die Rückfahrt entschädigt ungemein für die Anfahrt, man kann sich quasi in das Elbtal hinunterrollen lassen, blitzgeschwind und mit gut geheizten Bremsscheiben.

Zum Verständnis die Details der Runde: Die Hinfahrt erfolgte via Neundorf (die Talstraße), Berggießhübel und Bad Gottleuba. Dort bin ich von der Straße auf den Kulmer Steig gewechselt, einen uralten Passweg, der bis hinauf zum Ziel führt.

Nach kurzer Rast an der prächtigen, alten Kastanie (mit Wegsäule, Sühnekreuz und einer Bank) ging es über Oelsen hinunter ins Gottleubatal, dann wieder hinauf nach Breitenau und von dort, zunächst über die Alte Poststraße, später auf der kaum befahrenen Landstraße im angenehm ruhigen Bahretal, zurück nach Pirna.

Unterwegs habe ich lediglich zwei Wanderer mit gleichem Ziel getroffen, also alles richtig gemacht (die Städter und Instagrammer sind allesamt im Elbsandstein). Auf der Höhe blies ein eisiger Wind, der Himmel war so blöde-blau wie immer und der Wald so trocken, dass es zum Gotterbarmen ist.

Ansonsten war das alles sehr schön.

Der Autor

Kaffee immer schwarz. Punkrock und Tattoos. Nichts mit Menschen. Dafür die See und die Berge. Und der Wald. Wanderlust. Bei jedem Wetter und überall.

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