Leonie Swann: Mord in Sunset Hall

1 Min Lesezeit

Ich habe gelesen: „Mord in Sunset Hall“ von Leonie Swan.

Da ist diese seltsame Senioren-WG, in einem Haus in einem Dorf in der englischen Provinz. Agnes und ihre Mitbewohner, die Schildkröte Hettie inklusive, möchten einfach nur einen ruhigen und vor allem selbstbestimmten Lebensabend in ihrem Haus Sunset Hall verbringen. Alle sind schon deutlich betagt, pflegen aber, trotz der vorhandenen Defizite, den liebevollen Umgang miteinander. Die Aufgaben sind klar verteilt, und sie ergänzen sich bestens.

Mit dem Fund einer toten Mitbewohnerin im Schuppen gerät die Gemeinschaft aus dem Tritt. Die Idylle ist vollends gestört, als kurz darauf der Mord an einer weiteren älteren Dame, noch dazu in der unmittelbaren Nachbarschaft, entdeckt wird. Kurzentschlossen machen sich die streitbaren Senioren, samt Schildkröte und dem gerade hinzu gekommenen Wolfshund Brexit (Charlie, „Die Neue“, ist eben eingezogen), auf Mörderjagd …

Im Fazit ist „Mord in Sunset Hall“ eine wunderschöne Kriminalkomödie, deren Lektüre so kurzweilig wie angenehm ist. Die Protagonisten sind allesamt liebenswerte, authentische Charaktere, das turbulente Geschehen ist reich an skurrilen und aberwitzigen Situationen. Und die Autorin versteht es vorzüglich, existenzielle Fragen, bezogen auf das Altern an sich und wenn, dann bitte doch in Würde, mit der Story zu verknüpfen.

Ich habe mich köstlich amüsiert.


Leonie Swann
Mord in Sunset Hall

Umfang: 448 Seiten

Goldmann Verlag; Auflage: Originalausgabe (25. Mai 2020)
ISBN-10: 3442315565
€ 20,00 [D]


Symbolbild: Hello I’m Nik

Rappel

Kaffee immer schwarz. Punkrock und Tattoos. Nichts mit Menschen. Dafür die See und die Berge. Und der Wald. Wanderlust. Bei jedem Wetter und überall.

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