RAPPELSNUT ist ein reich bebildertes Tagebuch im Netz. Der Autor lebt in Pirna, einer kleinen, alten Stadt an der Elbe und schreibt hier über dieses und jenes, was den Alltag versüßt oder über den Tag hinaus erwähnenswert scheint. Wer mitliest, ist willkommen und eingeladen, die Dinge freundlich zu diskutieren.

Wandern, Punkrock und der ganze Rest
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Lehnsteig und Heilige Stiege

Der Montag ist ein guter Tag, um in den Elbsandstein zu fahren und eine klassische Runde zu laufen. So mittendrin in der Felsenwelt, mit Stiegen und Steigen und Sandstein satt – das muss ab und an sein. Die Affensteine, beispielsweise, müssen einmal im Jahr erlaufen werden.

Gestern war das soweit. Ausgangspunkt war der Elbeparkplatz in Schmilka, auf welchem derweil satte zwei Euro die Stunde fällig werden (Tageskarte acht Euro). Beutelschneiderei ist wohl das richtige Wort dafür. Aber gut, Wat mutt, dat mutt. An der Mühle vorbei ging es hinauf bis zur Zwieselhütte und dann weiter in den Heringsgrund (warum dieser so heißt wäre mal schön zu erfahren). Die Heilige Stiege ist dann schnell erreicht und ward im Sturmschritt genommen. Beinahe jedenfalls. Ab und an mal stehen bleiben, ein Foto machen, Luft holen und den Schweiß von der Stirn tupfen. Sie kennen das. Immerhin war ich allein auf den Leitern.

Die Stiege überwindet mit 903 Stufen einen Höhenunterschied von 190 Metern und ist damit die Steiganlage der Sächsischen Schweiz mit den meisten Stufen.

Wikipedia

Oben angelangt lief ich links Richtung Carolafelsen, ließ diesen jedoch außen vor und promenierte statt dessen – herzallerliebst – rundum auf der Oberen Affensteinpromenade. Wieder oben am Reitsteig hieß es dann nach rechts zu schreiten, die bekannten Ausblicke zu genießen und misstrauisch die schwarze Wand zu beäugen, die seitlich aufzog.

Eine Atempause an der Heiligen Stiege

Es galt nun über den Lehnsteig abzusteigen und dabei das Tempo zu forcieren, um halbwegs trocken nach unten zu gelangen. Was auch gelang – erst an der Zwieselhütte schauerte es kräftig. In Schmilka, beim Brotkauf an der Mühle, schien dann wieder die Sonne. (komoot)

Was bemerkenswert war: Mir sind auf der Strecke lediglich fünf Leute begegnet. Und: Die liebenswerte Stille war allumfassend – nur ein leiser Windhauch, dazu das Zwitschern der Vögel, sonst war da nichts (bis auf den Specht).

Kommentare 4
  1. so kenn ich das da hinten auch – allerdings ist das ein paar jahrzehnte her ;-) – heute muss man wohl wirklich einen montag mit schauergefahr wählen um es so erleben zu können!

    1. Nein, ich bin erstmal nach links Richtung Carolafelsen und dann auf die Obere Promenade. Habe ich eigentlich auch so geschrieben, ist vielleicht etwas untergegangen. ;-)

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