Kahleberg und Wüste Höhe

Eine Stippvisite auf der höchsten Erhebung des Osterzgebirges

Der Kahleberg, mit seinen stattlichen 905 Metern, muss ab und an einmal besucht werden. Alle vier Jahre etwa, das scheint mir angemessen (was jetzt den Sommer meint, die Loipe zählt nicht). Zumal auch der Gipfel gerade von sich reden macht: Die Bergbaude wird im Inneren saniert und soll Wasser und Strom bekommen (ein Brunnen wird gebohrt). Der Sachsenforst engagiert sich dort und das ist auch gut so. Und der Mann im Imbiss, der heiße Würste und Getränke verkauft, wird sich freuen, wenn diese Maßnahmen, wie geplant, im Oktober dann zum Abschluss kommen.

Ich begann meine Runde am Wanderparkplatz an der Rehefelder Straße, Schneise 31, besuchte die besagte Hütte mit Aussicht und verweilte kurz bei einem Heißgetränk (und lausigen acht Grad). Weiter ging es dann zur Wüsten Höhe (8266 dm), die als solche zu den 14 Achttausendern des Osterzgebirges zählt und bequem erlaufen werden kann. Die Höhe ist in keinster Weise spektakulär, im Gegenteil. Würde nicht ein Schild auf den Gipfel verweisen, würde man diesen kaum als solchen erkennen. Aber gut, der Spaß ist es wert, ein weiterer Achttausender auf der Liste, immerhin.

Der Ausblick am Kahleberg

Im Anschluss lief ich einen Bogen, besuchte noch den Wüsten Teich (ein einsam gelegenes, künstliches Gewässer südlich des Kahlebergs) und kehrte dann zum Ausgangsort zurück. Das langte dann auch, denn das gefühlt endlose Marschieren auf den Schneisen (viel Asphalt) ist auf Dauer nur wenig erquicklich (komoot). Ansonsten war es einfach nur nett, andere Bilder zu sehen (die Blockmeere) und von oben auf das Land zu schauen.


Was auch schön war: die Orgelmusik zur Mittagsstunde (in der Kirche Geising, Kantor Roy Heyne spielte auf der historischen Ranfft-Orgel von 1757, danke an den Nachbarn für den Tipp).