Wunderschöne Wege, der Herbst im Wald und dolle Aussichten – die gestrige Runde im Brand-Gebiet hatte all das zu bieten. Was fehlte war die Sonne, die sich nur ab und an zeigte und Mühe hatte, den über der Landschaft liegenden Hochnebel zu durchbrechen. So richtig klappte das nicht. Dazu gab es eine ordentliche Mütze voll Wind, zumindest im offenen Gelände, von drüben aus dem Böhmischen.

Startpunkt war der (kostenpflichtige) Parkplatz am Alten Bahnhof in Hohnstein. Der Weg führte zuerst die Straße rechts hinab: das Kasperhaus, der Friedhof und dann das Bad. Von dort führt der Wanderpfad aus dem Ort hinaus und hinauf zum Schanzberg mit der Napoleonschanze, die schon zu Zeiten der napoleonischen Befreiungskriege Weitsicht und ein gutes Schussfeld bot. Weiter lief ich über die Wiesen und verschwand im Wald, um Pilze zu suchen (und zu finden!) und dann über den Lupinenweg Richtung Brandstraße zu laufen.

Auf dieser ging es vor bis zur Brandbaude, mit einem Abstecher zur eindrucksvollen und vergleichsweise wenig besuchten Aussicht an den Hafersäcken. Der mensch rastete kurz, genoss die Momente der Ruhe und stürzte sich hernach mit grimmigem Blick in das Getümmel an der Brandbaude. Ein schneller Blick vom Balkon der Sächsischen Schweiz und schon ging es wieder retour und nach einem knappen Kilometer auf der Brandstraße links in den Wald hinein, auf einem unmarkierten Forstweg und endlich wieder mutterseelenallein.

Der Forstweg wird zusehends schmaler und mutiert schließlich zum Kletterweg. Er führt weiter über das Riff und bietet, so man die Kante betritt, immer mal wieder spannende Blicke ins Polenztal. Zunehmend sind Trittsicherheit und Orientierungssinn gefragt, denn der Pfad scheint sich zwischen den Felsen am Abgrund zu verlieren. Nach einer letzte Kraxeleinlage an einem kleinen Überfall (uralte, ob der Nässe aalglatte Stufen!) erklomm ich den folgenden Fels und beließ es bei einem letzten Ausblick auf die grünbunte Wildnis des Polenztals.

Es ging wieder zurück zur Brandstraße und nur kurz in Richtung Hohnstein, denn alsbald führt links der mit einem grünen Strich ausgewiesenen Wanderweg in den Wald. Diesem galt es nun bis zur Räumigtwiese zu folgen, um diese zu umlaufen und dann linker Hand zurück zum Ausgangsort am Alten Bahnhof zu gelangen.

Knapp 13 Kilometer waren es am Ende und wer es genau wissen will, schaut bitte hier. Als grobe Vorlage diente mir im Übrigen diese Tourbeschreibung.

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