Grenzplatte und Bennohöhle

Eine weitere dieser schönen Runden, auf der mir nicht ein einziger Mensch begegnet ist.

1 Min Lesezeit

Freitagmorgen, das Wetter beruhigte sich, die Sonne kam heraus. Der Wald tropfte noch vor Nässe. Es galt, die freie Zeit zu nutzen und auszuschreiten. Startpunkt meiner kleinen Runde war das Bielatal, ganz hinten, der Parkplatz vor der Ottomühle (viel Spaß mit dem neuen Parkautomaten!). Ich lief am Waldrand bachaufwärts, querte zweimal das Wasser und schritt dann zum Wormsbergweg hinauf, der mich bis zur Grenzplatte brachte.

Dort galt es die Aussicht auf die Landschaft zu genießen, der Blick über Ostrov, die Felstürme des hinteren Bielatals und dahinter der Schneeberg. Ich mag das Plateau, die vielen Birken, das teils mannshohe Farn und der stellenweise noch sichtbare, alte Grenzverlauf. Es lässt sich gut rasten dort oben, auf den Felsen an der Kante oder in der neu errichteten Futterkrippe.

Weiter ging es zum Theilemannweg, der mich Richtung Ottomühle zurückbrachte. Beinahe jedenfalls, denn irgendwann verließ ich den Forstweg, stieg rechts einen Bergpfad hinauf und kraxelte ein wenig durch das Gewirr der dortigen, ausgesprochen kletterfreundlichen Felslandschaft. Letztlich, und ein wenig unverhofft, kam ich an der Bennohöhle heraus, warf einen kurzen Blick in diese und kehrte dann ins Bielatal zurück.

Bemerkenswert: Die Runde verläuft zum Großteil, aber nicht nur, auf bequemen, nicht sonderlich spannenden Forstwegen (gut zum Seele baumeln lassen). Ich sah einen Trauermantel, eine gewaltige Unke und zahlreiche Handwerker, die an der Daxensteinbaude zu Mittag aßen. Die Grenzplatte, die Höhle und der Abstecher in die Felsen sind natürlich als spektakuläre Höhepunkte zu benennen.

Wer es genau wissen möchte: Die Runde wurde getrackt (komoot).

Rappel

Kaffee immer schwarz. Punkrock und Tattoos. Nichts mit Menschen. Dafür die See und die Berge. Und der Wald. Wanderlust. Bei jedem Wetter und überall.

2 Kommentare

  1. die ecke geht wahrscheinlich immer – ausser am wochenende. auf der grenzplatte war ich übrigens auch schon – in der jungsteinzeit. also so ca. vor 50 jahren!

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