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Eine Woche am Baltischen Meer

1 Min Lesezeit

Sieben Tage im Norden, sieben Tage am Meer. Es gab ein paar Tage Resturlaub, die genommen werden mussten, und es gab eine Hochzeit, die endlich, nach dem zweimaligen (Corona-bedingtem) Verschieben, gefeiert werden sollte.

Rostock also, Warnemünde explizit, dort steht der Leuchtturm, auf dem man sich trauen lassen kann, wenn man sich traut. „Turmhochzeit“ heißt das dann und die ist schon etwas Besonderes – das flanierende Publikum staunt und guckt und freute sich mit. Und die Lokalpresse freute sich auch, denn es galt zu berichten, schöne Bilder zu zeigen und die Trommel zu rühren – für Warnemünde und die alten Männer vom Leuchtturm (es gibt diesen Förderverein). Ein aufregender Tag war das, ein guter Tag und ein schöner Tag, an den wir uns sehr gerne erinnern werden.

Darum herum wurde fleißig spaziert. Vor Ort natürlich und auch etwas abseits, Graal-Müritz, dort waren wir schon lang nicht mehr, die Dünen, die See und ja, wenn wir schon einmal da sind, ein Seebad folgt dort oben auf das andere, ist auch der Abstecher nach Dierhagen noch mit dabei. Mehr ging leider nicht, denn unsere Zeit war, wie eigentlich immer, leider begrenzt.

Hernach ergab sich ein viertägiger Aufenthalt auf Deutschlands größter Insel. Eine kleine Pension, das Seebad Sellin – vielleicht haben Sie schon einmal davon gehört? Es gibt dort diese prächtige Seebrücke, die ihresgleichen sucht. Zum Sonnenuntergang flanieren auf ihr die Pärchen, jung wie alt, und staunen ob des farbenfrohen Spektakels. Und überhaupt, all diese Ostseebäder haben sich herausgeputzt, sie scheinen heute prachtvoller als jemals zuvor.

Drei Touren sind wir gegangen: zuerst Sellin und Baabe (bei Sturmwind und Regen), dann Göhren und zuletzt Thiessow und Klein Zicker (Sonne satt und Himmel blau). Immer stand die Küstenlinie im Fokus, dazu der mehr oder weniger gut begehbare Strand, die Steilküste und der Kiefernwald auch.

Was schön war: Man kann vor Ort vieles mit der Kurkarte machen. Bus fahren und Schiff fahren waren uns wichtig – das Auto brachte uns quasi nur hin und zurück (mit dem Rad, das diesmal außen vor blieb, ginge das alles natürlich auch sehr schön). Im Fazit waren es kurzweilige, ausgefüllte Urlaubstage.

Nicht so schön: Das immense Verkehrsaufkommen auf Rügen. Und die oftmals bescheidene Gastronomie, die nicht der Rede wert ist (natürlich rein subjektiv betrachtet). Aber gut, Fischsemmeln gehen immer …

So war das alles, in der vergangenen Woche am Baltischen Meer.

Rappel

Kaffee immer schwarz. Punkrock und Tattoos. Nichts mit Menschen. Dafür die See und die Berge. Und der Wald. Wanderlust. Bei jedem Wetter und überall.

6 Kommentare

    • Gerne doch. Ich war ewig nicht auf Rügen, zumindest nicht länger als 12 Stunden. Von daher war es an der Zeit … Und viele Ecken kennen wir kaum, die müssen erkundet werden.

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