Es ist Sonntag, der Vormittag, elf Uhr. Die Temperatur liegt um den Gefrierpunkt. In den letzten Tagen hat es ein wenig geschneit. Der Himmel ist blau und im Sonnenschein beginnt es, ansatzweise, zu tauen. Wir sind in das andere Land gefahren, um bei Tyssa (Tisá) eine Runde zu laufen. Startpunkt ist die Touristenbaude, es gibt da diesen Parkplatz an der Kurve.

Unser Weg führte durch das Himmelreich (ein Kletterfelsen-Paradies) hinunter nach Eiland (Ostrov). Es galt Obacht zu geben, die Wege waren zum Teil sehr glatt. Man kommt dann am Zeltplatz heraus. Im Sommer, wenn die Wirtschaft geöffnet hat, lohnt die Einkehr. Wir schlugen einen Haken im Ort. Und nahmen die alte Eisenstraße hinauf bis zum Grenzweg. Dort oben, auf der Hälfte der Strecke, an der Futterkrippe, wurde gerastet, geschwatzt und philosophiert.

Wir liefen weiter. Die Handvoll Häuser in Raitza (Rájec), einem Ortsteil von Tyssa. Und ein Stück auf der Straße. Die ist ruhig, ein Auto auf einem guten Kilometer. Am Raizaer Kreuz ging es links in den Wald. Die Bürschlitzer Wände. Und dann die Felsenstadt. Man kommt am Kiosk heraus. Dort, wo im Sommer der Eintritt kassiert wird. Wir stiegen links hinauf und blieben oben. Die Tyssaer Wände, immer oben auf dem Kamm, zurück bis zur Touristenbaude.

Was schön war: der Winterwald. Die verschneiten Felsen. Der knirschende Schnee unter dem Schuh. Der närrische Hund. Die Sonne. Und die Einkehr zum Ende. Mit dem Böhmischen Bier, der Knobi-Suppe und dem Gulasch.

Und last but not least: die Runde bei komoot. Dazu ein Rückblick. Die Runde ist ja ein Klassiker. Wir sind sie schon einmal gegangen. Vor sieben Jahren.

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