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Die Nasse Schlucht als Alternative

svg24. Juli 2016WanderlustRappel

Ein Spaziergang. Oder eine Kurzwanderung – das klingt anspruchsvoller und damit etwas besser. Denn die Zeit war knapp und es ging um die Sache …

Der Pfaffenstein, wie wir ihn kennen. Hinauf durch das Nadelöhr, runter der Bequeme Aufstieg. Oder andersherum. Schon tausendmal gesehen, schon tausendmal gegangen. Gefühlt jedenfalls. Der Weg durch die Nasse Schlucht ist eine alternative Aufstiegsmöglichkeit zum Pfaffenstein, und das schon seit mehr als 100 Jahren. Ich las unlängst darüber und musste das unbedingt einmal probieren, denn dieser Aufstieg war mir neu.

Also schnell einmal nach Pfaffendorf fahren. Der übliche Parkplatz (zwei Stunden ein Euro). Dann bis zur Info-Tafel und rechts halten – Richtung Bequemer Aufstieg. An der dritten Holzbank führt ein als Kletterzugang ausgewiesener Pfad in den Busch (siehe Foto). Es geht bergauf. Immer schön den schwarzen Dreiecken folgen. Gelegentlich versucht sich der Weg als solcher zu tarnen – also die Augen offenhalten. Aber eigentlich ist er nicht zu verfehlen. Schnell ist die Nasse Schlucht erreicht.

Uralte Stufen im Fels. Obacht geben: alles ist vermoost, nass und damit sehr glatt. Diese schwierige Stelle ist mittels Steighilfen schnell überwunden. Das freut den Waldschrat – er schmunzelt vergnüglich und krault sich den Bart.

Schnell ist das Plateau erreicht. Eigentlich zu schnell. Schulterblick. Gaaanz wichtig. Aber niemand ist mir gefolgt, und das ist gut so. Am Ende kommt man unweit der Gastwirtschaft heraus. Und ja, wenn man jetzt schon einmal oben auf dem Pfaffenstein ist, läuft man auch vor zur Barbarine und zur großen Aussicht. Kein Mensch, nirgends. Ungewohnt, aber sehr schön. Nach einer kurzen Rast quere ich das Plateau von Süd nach Nord. An der Wirtschaft regt sich bereits etwas, es wird eingedeckt.

Viele schöne Blicke im Sonnenschein. Dann der Abstieg über das Nadelöhr. Unten sammeln sich die ersten Wanderer zum Aufstieg. Zuletzt, fast schon im Dorf, der Blick hinüber zum Königstein.


Fazit: eine attraktive, vergleichsweise wenig begangene Alternative zu den bekannten Aufstiegen am Pfaffenstein – ein wenig Orientierungssinn und Trittsicherheit vorausgesetzt. Die Nasse Schlucht ist auch im Abstieg (mit der gebotenen Vorsicht – es ist immer nass und glatt) begehbar. Man muss die Hände frei haben zum Klettern und ja, man macht sich auch schmutzig.

Wegstrecke: 3,5 km.

Zeitdauer: 45 Minuten ohne Einkehr.

Empfohlene Einkehr: die Berggaststätte „Pfaffenstein“.

Lese-Tipp: Nasse Schlucht (Pfaffenstein).


Trotz der Kürze der Strecke habe ich diese aufgezeichnet. Wegen der Statistik und so, Sie wissen schon.

Rappelsnut

Guten Tag. Das bin ich und dies ist mein Weblog. Ich schreibe hier über das, was schön war. Oder immer noch schön ist. Zumeist jedenfalls. Wer mitliest, ist willkommen und eingeladen, die Dinge freundlich zu diskutieren.

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3 Kommentare:

  • apfelmann70

    August 10, 2016 / at 12:34 pmsvgAntworten

    Gar keine Fotos von den Turm und den Haus die da oben stehen oder der Barbarine? Ist eine schöne Route. Wir waren vor 2 Jahren mitten in der Woche früh auf den Pfaffenstein und konnten die Stille und vielen Singvögel genießen. Auch die atemberaubende Aussicht. Ich hatte natürlich den Schnitzelfresseraufstig genommen. ?

    • Rappel

      August 10, 2016 / at 5:47 pmsvgAntworten

      Kein Problem, jeder macht einfach das, was er kann und will. Ein Barbarine-Foto ist dabei – an der Wirtschaft habe ich mich jedoch nur kurz aufgehalten und bin nicht eingekehrt (mir stand der Sinn nach purer Natur). Wenn dem so gewesen wäre gäbe es bestimmt auch die Bilder. ;)

  • apfelmann70

    August 10, 2016 / at 8:41 pmsvgAntworten

    Ja Sorry Barbarine war doch dabei. So ist es, jeder hat einen anderen Blickwinkel.

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