Die Schellerhauer Wiesen und das Pöbeltal

Freitag war Wandertag! Der Startpunkt der Runde fand sich im Kurort Bärenfels (gleich am Ortseingang der große, kostenfreie Parkplatz). Heiter bis wolkig war es, 25 Grad, die Bedingungen waren also günstig. Zuerst im Wald, dann durch die Wiesen und vorbei an einigen wenigen, einzeln stehenden Häusern ging es hinauf nach Schellerhau. Dort lief ich nur kurz auf der Straße und dann rechts, über die große Wiese, weiter hinauf zum Waldrand.

Der Julius-Schmidt-Steig, ein gepflegter Panoramaweg, der bequem über den Höhenrücken (die Stephanshöhe) führt, ist dort ausgewiesen. Ihn galt es zu beschreiten.

Ebenfalls ausgewiesen ist der Aussichtspunkt Stephanshöhe. Die Höhe zählt mit ihren 8040 dm Höhe zu den 14 Achttausendern im Osterzgebirge und bietet am Aussichtspunkt (über einem Blockmeer) einen schönen Fernblick (inkl. Gipfelbuch).

Nach einem Abstecher in den Ort (der Botanische Garten blieb dann doch links liegen) brachte mich der Zechenweg wieder auf die Bergwiesen und später hinunter ins Pöbeltal. Hier lohnt der Abstecher zur kleinen, im Wald versteckten Pinge des einstigen Schachtes der Eisenerzgrube “Segen Gottes” (ein zugewachsener Waldweg führt auf zunehmend rot gefärbtem Boden zum Ziel). Dort wurde in den vergangenen Jahrhunderten das Erz abgebaut, zuerst im Tagebau, später dann in bis zu 125 m Tiefe.

Der Kleine Eisvogel

Es folgte ein längeres Stück Weg im Pöbeltal. Dort plätschert der Pöbelbach lässig vor sich hin. Das Tal ist dicht bewaldet, Mischwald zur Linken, die Fichten zur Rechten. Man kann die Bachseite wechseln, um vom bequemen Forstweg auf einen etwas mitgenommenen, schlammigen Forstweg in mittlerer Höhe weiterzugehen (ich rate ab). An der Putzmühle verlässt man dann das Tal und steigt erst steil, später mäßig, wieder nach Bärenfels hinauf (komoot).

Was schön war: Der erste Teil der Wanderung. Die blühenden Bergwiesen, die Steinrücken, das offene Land. Die vielen Schmetterlinge und die einsamen Wege.

Nicht so schön: Der etwas eintönige Weg im Pöbeltal. Und wieder die Stechfliegen! Es wurde ziemlich unangenehm, Stehenbleiben ging gar nicht.


PS: Diese Wanderung ist – mit anderem Titel – auch in dem von mir als Vorlage genutzten “Wander- und Naturführer Osterzgebirge” des Berg- und Naturverlags Rölke zu finden.

2 Kommentare

  1. derbaum 17. Juli 2021 um 10:35

    schade das man in der putzmühle nicht mehr einkehren kann – die suppe dort war immer lecker! und mit den mücken das glaube ich sofort!

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    1. Rappel 17. Juli 2021 um 12:59

      Zur Putzmühle kann ich leider gar nichts sagen, da ich sie nur von oben gesehen habe. Keine Ahnung, was dort aktuell vor sich geht. Und von früher kenne ich sie leider nicht.

      Antwort

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