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Rappelsnut ist ein reich bebildertes Tagebuch im Netz. Der Autor lebt in Pirna, einer kleinen, alten Stadt an der Elbe und schreibt hier über dieses und jenes, was den Alltag versüßt oder über den Tag hinaus erwähnenswert scheint. Wer mitliest, ist willkommen und eingeladen, die Dinge freundlich zu diskutieren.
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Die Känguru-Chroniken

Von Rappel 17. März 2020 2 Kommentare 2 Min Lesezeit

Als ausgesprochene Freunde der aberwitzigen Bücher und Hörbücher kamen wir natürlich nicht umhin, uns auch den Kinofilm zu gönnen. Die Erwartungshaltung war hoch und wurde, das sei vorweggenommen, nicht zur Gänze erfüllt.

Zur Story: Marc-Uwe, gemäßigter Anarchist und Kleinkünstler mit Migräne-Hintergrund, lebt in einer Kreuzberger WG mit einem kommunistischen Känguru zusammen. Wohl nicht ganz unerwartet, aber dann doch plötzlich, wird die Gemeinschaft in ihrer Existenz bedroht: Der rechtspopulistische Immobilienhai und Politiker der „Alternative zur Demokratie“ Jörg Dwigs bedroht mit einem gigantischen Bauprojekt die Idylle des Kiezes. Das Känguru, Marc-Uwe und weitere Nachbarn gründen das „Asoziale Netzwerk“, um dieses Projekt zu verhindern und den an ihr Haus grenzenden Görlitzer Park zu bewahren. Die Situation eskaliert schnell und gipfelt letztlich in einem großen, finalen Anti-Terror-Anschlag …

So weit, so gut, so amüsant. Allerdings konnte der Film dem hohen Anspruch der Vorlage nicht wirklich genügen. Das Bemühen, den Stoff für die breite Masse im Blockbuster-Kino aufzubereiten (im Grunde handelt es sich ja um eine komplett neugeschriebene Story, in welche viele der bekannten Gags implementiert wurden), ging konform mit den zu erwartenden Qualitätseinbußen. Zu wenig Biss, zu oberflächlich, zu seicht und ein bissel zu gefällig – das ist es wohl, wenn auch, ich bitte um Beachtung, in einem durchaus verträglichen Maße. Denn wir haben trotzdem und oft genug gar herzlich gelacht.

Ein Lob gebührt den Darstellern, stellvertretend für das ganze Ensemble sei hiermit Henry Hübchen als ausgezeichneter Jörg Dwigs erwähnt. Und natürlich das von Marc-Uwe Kling gesprochene Känguru, das ohne Zweifel brillant animiert war. Aber schaut bitte selbst, so sich die Gelegenheit ergibt.


Last but not least: der Verweis zur Website.

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Guten Tag. Das bin ich und dies ist mein Weblog. Ich schreibe hier über das, was schön war. Oder immer noch schön ist. Zumeist jedenfalls. Wer mitliest, ist willkommen und eingeladen, die Dinge freundlich zu diskutieren.

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2 Kommentare
  1. Jana sagt:

    Da hattet ihr ja noch Glück und konntet ins Kino. Hätte ihn auch gern geschaut, nachdem wir hier die Hörbücher allesamt innert kürzester Zeit durchgehört hatten. Gebt euch Sorg und kommt gut durch die Zeiten!

    1. Rappel sagt:

      Wir waren letzte Woche noch, hatten Glück und Mindestabstand. Auch für euch gilt: Bleibt gesund!

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