Der Rabenauer Grund

Der Rabenauer Grund also. Ein bis zu 80 Meter tiefes Kerbtal im Osterzgebirge. Die Rote Weißeritz entspringt bei Altenberg und fließt hinunter nach Freital. Dazu kommt die dienstälteste, öffentlich betriebene Schmalspurbahn Deutschlands, ein dichtes Netz von Wanderpfaden und mit der Rabenauer Mühle (oben im Bild) das richtige Quartier für solch Wochenenden, wie es das unsrige war.

Für mich war das alles Neuland – die Gegend liegt weitab meines Einzugsgebietes. Was sie nicht weniger interessant macht. Das Wochenende war also lange geplant und die Neugierde war gegeben, nicht zuletzt auf Grund der immer wieder lobenden Berichte meines Blognachbarn, welche ich im Fazit nun bestätigen kann. Wir nahmen alles mit, so gut das ging. Die Fahrt mit der Weißeritztalbahn, im offenen Aussichtswaggon, leider nur bis Dippoldiswalde, nicht bis Kipsdorf. Eisenbahnromantik pur! Dort das Umspannen der Lokomotive und wieder zurück bis Malter, aussteigen, die Talsperre bestaunen und dann durch den Grund zurück zur Mühle laufen. Zum Abendessen gab es Wild (der Sauerbraten vom Hirsch!).

Am Sonntag dann, nach reichhaltigem Frühstück, die Wanderung. Mit “Guide” und lieben Freunden. Bizarre Felsen, finstere Schlüchte und eine spannende Klamm, das alles im sportlichen Auf und Ab und manchmal auch auf nur selten begangenen Wegen. Den Fernblick gab es erst auf der Höhe, mit dem Abstecher nach Spechtritz (hier findet sich, wie gehabt, die Runde im Detail). Zuletzt der Abgesang, beim kühlen Pils und wieder an der Mühle.

Das war das Wochenende. Es passte alles, rundum und von Anfang bis zum Ende.

PS: Böse Zungen behaupten, wir wären auf der Flucht vor der zur Partymeile verkommenen Hofnacht in Pirna. Sie haben Recht.

13 Kommentare

  1. Jana 5. August 2019 um 10:48

    mmmh Dampflokduft ;-) Zum Glück war der offene Wagen nicht direkt hinter der Lok, so erging es uns einmal, dass wir nach der Fahrt komplett eingerust waren.

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    1. Rappel 5. August 2019 um 14:15

      Oh ja, wir hatten Glück. Der Wagen in der Mitte und der Wind so, dass der Qualm schön über dem Zug blieb. Zurück, von Dipps bis Malter, war das nicht so, trotz der Position im Zug. Aber nur von kurzer Dauer …

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  2. derbaum 5. August 2019 um 17:27

    recht getan! (hofnacht!) – alles andere – ich mag den kleinen grund mit seinem drum und dran! und die eisenbahn ja sowieso!

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    1. Rappel 6. August 2019 um 07:27

      Die Zahl der bizarren Felsvorsprünge ist beachtlich (Brautbett, Einsiedlerfelsen, Predigtstuhl, Nadelöhr, Himmelsleiter …). Leider alle ohne richtige Weitsicht.

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      1. schnellster Pieschener 7. August 2019 um 21:37

        … aber mit ausreichend Bank, will ich doch hoffen!
        Seit wann zeigst Du denn Gesichter von vorn? ;-)

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        1. Rappel 8. August 2019 um 08:08

          Oh ja, Bänke hatte es einige.
          Und Gesichter werden nur gezeigt, wenn die Person dahinter auf Grund der entstellten Gesichtszüge nicht erkennbar ist. :)

      2. derbaum 8. August 2019 um 04:50

        das stimmt – weite aussichten gibts kaum :-)

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  3. Rappel 8. August 2019 um 12:58

    Das haben wir so leider auch nicht gesehen. Überall grüne Hölle und den Zug nur gehört.

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    1. derbaum 8. August 2019 um 17:16

      dafür habt ihr ja mich ;-)

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      1. Rappel 9. August 2019 um 18:20

        Genau. Jeder hat seine Aufgabe. :)

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      1. Rappel 9. August 2019 um 18:19

        Tatsächlich. Mit dem Rad sind es gute 32 Kilometer. Da komme ich sogar zurück, wenn nicht so viele Berge zu fahren sind. Ich denke aber, es macht mehr Sinn, wenn die Bäume kahl sind. :)

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